Feuer, Wasser und Wespen

Die Stützpunktfeuerwehr Arbon blickt auf ein eher ruhiges Jahr zurück, es gab nur wenig schwere Einsätze. Höhepunkt war die Übernahme der neuen Autodrehleiter. Für Kommandant Hans Schuhwerk ist die Ausbildung ein Dauerthema.

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Brandmeldeanlagen funktionieren gut: Kommandant Hans Schuhwerk. (Bild: rk)

Brandmeldeanlagen funktionieren gut: Kommandant Hans Schuhwerk. (Bild: rk)

Der Schlussabend gibt jeweils Gelegenheit, das Jahr zu bilanzieren. Was brachte es der Feuerwehr?

Hans Schuhwerk: Es war glücklicherweise ein eher ruhiges Jahr. Dank des guten Wetters verzeichneten wir wenig Wasser- und Sturmschäden. Und wir mussten nicht zu ganz schweren Brandfällen ausrücken. Dennoch waren wir durch stete Bereitschaft mit Material und Feuerwehrangehörigen gefordert. Höhepunkt bildete die Beschaffung der neuen Autodrehleiter.

Wie sind die ersten Erfahrungen und der Ausbildungsstand?

Schuhwerk: Mit rund 1,2 Millionen Franken war dies eine grosse Investition. Noch mussten wir mit der neuen Autodrehleiter zu keinen Ernsteinsätzen ausrücken. Weil wir die Leiter bereits Ende Mai erhielten, konnten wir vor der offiziellen Übergabe am 20. August die Ausbildungen durchführen. Jetzt wollen wir das Erlernte noch vertiefen und festigen.

Welche Ereignisse waren aus den insgesamt 45 Einsätzen besonders markant?

Schuhwerk: Am 7. Januar bereits mussten wir als Stützpunkt nach Horn zu einem Einfamilienhausbrand ausrücken. Am 20. Januar wurden wir zum Löscheinsatz in der Peugeot-Garage an der Stickereistrasse alarmiert. Den Brand, der in der Werkstatt ausgebrochen war, hatten wir relativ schnell unter Kontrolle. Am 24. Dezember hat ein Wasserleitungsbruch an der Romanshornerstrasse die Dimensionen aufgezeigt. So waren auch zahlreiche Keller betroffen. Die aussergewöhnliche Wespenplage erforderte mehrere Einsätze. Wespen wurden von Franz Uhler fachkundig entsorgt.

Wie sah es bezüglich Fehlalarmen aus?

Schuhwerk: Mit zwölf Fehlalarmen sind wir statistisch auf einem tiefen Niveau. Das ist darauf zurückzuführen, dass die Wartung der Brandmeldeanlagen durch die Firmen gut funktioniert.

Welche Schwerpunkte planen Sie in dem am 1. November begonnenen Feuerwehrjahr 2012?

Schuhwerk: Einerseits wollen wir die Alarmierung optimieren. Die Aus- und Weiterbildung bleibt das Dauerthema. Denn bereits sehr guten Übungsbesuch – er liegt bei über 80 Prozent – möchten wir wenn möglich noch weiter verbessern.

Bereitet Ihnen die Rekrutierung neuer Feuerwehrleute Sorgen? Was wird für die Rekrutierung unternommen?

Schuhwerk: Wir müssen ständig am Ball bleiben. Neben anderem werden wir uns an der Weihnachtsausstellung Arwa präsentieren. Zudem werden voraussichtlich wieder zwei Jahrgänge mit möglichen Feuerwehrleuten angeschrieben. Im letzten Jahr führten wir zwei Tage der offenen Tür durch. Ich hoffe, dass wir beim nächsten, im Februar beginnenden Rekrutenkurs, eine zweistellige Teilnehmerzahl erreichen.

Interview: Rudolf Käser

Highlight im Feuerwehrjahr: Die Anschaffung der neuen Autodrehleiter. (Bild: me)

Highlight im Feuerwehrjahr: Die Anschaffung der neuen Autodrehleiter. (Bild: me)