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Ferien zwischen den Gleisen

ROMANSHORN. Zwischen den Rangiergleisen in Romanshorn liegt eine grosse Fläche brach. Architekt Fredy Iseli will dort ein Zeppelin-Hotel bauen. Die SBB wollen das Areal gemeinsam mit der Stadt entwickeln – ein Hotel ist nicht ausgeschlossen.
Michèle Vaterlaus
Bei den Rangiergleisen in Romanshorn hat es eine grosse ungenutzte Fläche. (Bild: Reto Martin)

Bei den Rangiergleisen in Romanshorn hat es eine grosse ungenutzte Fläche. (Bild: Reto Martin)

«Zwischen den Gleisen gibt es eine relativ grosse freie Fläche», sagte Architekt Fredy Iseli in einem Interview mit der Thurgauer Zeitung. Er meint jene Fläche zwischen den Rangiergleisen südlich des Bahnhofes. Iseli hat eine Idee, was dort entstehen könnte: Sein fast 240 Meter langes Zeppelin-Hotel, das er kürzlich im Zeppelin-Museum in Friedrichshafen vorgestellt hat.

Dass an dieser Stelle irgendetwas entstehen soll, sehen auch die SBB so. Doch so konkret wie Iselis Zeppelin-Hotel sind ihre Pläne nicht.

Weniger Züge leben länger

Die Zeiten des regen Rangierbetriebs sind zwar vorbei und es ist still geworden am Rangierbahnhof. Aber: «Die Rangiergleise sind alle noch in Betrieb», sagt Reto Schärli, Mediensprecher der SBB. «Vorwiegend in der Nacht und vorwiegend für den Güterverkehr.» Die Wagen werden in Romanshorn gewartet und geputzt. Doch die Tage der Rangiergleise sind gezählt. «Dank der effizienteren Abläufe sind bei den SBB weniger Abstellflächen in kleineren Bahnhöfen notwendig», erklärt Reto Schärli. Wann es aber soweit ist, dass ein Teil der Rangiergleise nicht mehr in Betrieb ist, lässt Schärli offen. «Wir reden hier von einem längeren Zeithorizont, der noch nicht genau definiert ist.» Dennoch sind die SBB bereits mit der Stadt Romanshorn in Kontakt, um Überlegungen anzustellen, was Lösungen für eine spätere Nutzung sein könnten. «Wir haben einige solcher Projekte in der Schweiz. Wie beispielsweise in Luzern, wo ab diesem Jahr eine Überbauung an bester Lage realisiert wird.»

Von nationaler Bedeutung

Eine beste Lage ist auch das Gebiet in Romanshorn südlich des Hafens, für die Stadt ist es «enorm wichtig», wie Stadtentwicklerin Nina Stieger sagt. Doch das Gebiet müsse im Gesamtzusammenhang betrachtet werden. «Es gehören auch das Werftareal und das Massivlagerhaus sowie die Erlebniswelten von Autobau und das Locorama und allenfalls das EZO dazu.» Das Gebiet habe viel Entwicklungspotenzial, das wahrscheinlich sogar national bedeutend sei. Bei einer Umstrukturierung des Gebietes muss gemäss Stieger beachtet werden, dass eine künftige Nutzung unempfindlich auf Lärm ist. Es gibt den Zugverkehr, den Fährverlad sowie die Werft, welche Lärmemissionen verursachen. Denkbar seien daher Angebote im Bereich Tourismus und Freizeit, vor allem eine Hotelnutzung sei interessant.

Fredy Iseli liegt also mit seinen Plänen nicht komplett daneben. Nina Stieger betont: «Für Romanshorn ist es wichtig, dass gerade an diesem gut erreichbaren Ort regionale und überregionale Nutzungen mit viel Publikumsverkehr entstehen.» Und sie ergänzt: «Im südlichen Gebiet des Hafens besteht ein Areal, das ein Entwicklungspotenzial von wahrscheinlich nationaler Bedeutung hat.»

Nina Stieger Stadtentwicklerin von Romanshorn (Bild: Michèle Vaterlaus)

Nina Stieger Stadtentwicklerin von Romanshorn (Bild: Michèle Vaterlaus)

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