Ferien in der «art-lounge» am See

Auf der Bunkerwiese wurde vor kurzem eine Café-Bar-Lounge eröffnet. In der «art-lounge», die sich direkt am Ufer befindet, soll regionalen Künstlern aller Art sowie Vereinen die Möglichkeit geboten werden, sich zu präsentieren.

Andrea Kern
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Warten auf den Sommer: Alessandra Mele und Michael Kroll eröffneten zusammen mit Nue Ramaj (fehlt auf dem Bild) die «art-lounge». (Bild: Andrea Kern)

Warten auf den Sommer: Alessandra Mele und Michael Kroll eröffneten zusammen mit Nue Ramaj (fehlt auf dem Bild) die «art-lounge». (Bild: Andrea Kern)

Die Wellen klatschen ans Ufer, abends brennen Kerzen und Fackeln, die Bäume leuchten in verschiedenen Farben. «Es kommt mir vor, als ob ich in den Ferien arbeiten würde», sagt Michael Kroll, der zusammen mit Alessandra Mele und Nue Ramaj die «art-lounge» ins Leben gerufen hat. Seit Ende April steht auf der Romanshorner Bunkerwiese zwei Minuten vom Bahnhof ein kleines weisses Barzelt.

Davor und im geheizten Zelt können sich die Gäste auf Holzstühlen niederlassen, etwas trinken und in gemütlicher Atmosphäre auf den See blicken.

Drei Unternehmensberater

In Nue Ramajs Kopf sei die Idee, auf der Bunkerwiese etwas zu machen, schon länger herumgegeistert. «Als ich den Platz sah, wunderte ich mich, dass hier noch nichts in dieser Art entstanden ist», erklärt der in Kreuzlingen wohnhafte Michael Kroll.

Mit dem Romanshorner Nue Ramaj und Alessandra Mele aus Kloten ist er bereits in der Unternehmensberatung tätig. So haben die drei ein Konzept geschrieben und dieses der Gemeinde unterbreitet, worauf sie eine Bewilligung erhielten.

Von Yoga bis Bildhauer

Die «art-lounge» soll ein Ort der Begegnung sein, sowohl für Romanshorner als auch für Gäste.

Darüber hinaus möchten die Initianten verschiedenste Künstler der Region auftreten lassen, wie auch der Name der Lounge verrät. «Kunst ist etwas, das eine Fähigkeit oder Übung verlangt», definiert Michael Kroll. Dabei seien alle Bereiche der Kunst angesprochen, ob Musikschüler, Yoga-Gruppen und der Gospelchor. Oder auch Bildhauer, Maler und Schauspieler. Deshalb hat Alessandra Mele bereits zahlreiche Vereine kontaktiert. «Es kann aber auch einfach jemand jonglieren kommen», betont Michael Kroll.

Das Schöne an diesem Ort sei, dass niemand gestört werde. «Wir haben hier keine Anwohner, die sich durch die Musik stören könnten», sagt Alessandra Mele. So hat die Café-Bar am Seeufer bis Ende September täglich von morgens um 10 bis 1 Uhr nachts geöffnet, bei einer speziellen Veranstaltung wenn möglich auch länger.

Lounge-Besuch per Boot

Die Aufgaben haben die drei, die auch im Gastrobereich unterschiedlich viel Erfahrung haben, nach ihren Talenten aufgeteilt.

Nue Ramaj, der früher schon einen Gastrobetrieb führte, ist für das Gestalterische, die Grafik und die Dekoration zuständig. Alessandra Mele, die bereits im Service arbeitete, hat die Administration, das Organisatorische sowie die Kommunikation übernommen. Michael Kroll, für das Marketing zuständig, ist dabei der einzige, der keinerlei gastronomische Erfahrung mitgebracht hat und immer wieder etwas dazulernt wie beispielsweise kürzlich das Zubereiten von heissem Wasser mit der Kaffeemaschine, erklärt er schmunzelnd.

«Wir ergänzen uns super», fügt Alessandra Mele an. So entstünden immer wieder neue Ideen. An diesen mangelt es den drei Lounge-Betreibern tatsächlich nicht: Ob Volleyballnetz, Boules-Kugeln und Film-Premiere oder das Dekorieren des Zeltes mit Tüchern. Die Halbinsel Bunkerwiese lässt Raum für viele Möglichkeiten. Zuerst wird nun aber eine kleine Bühne gebaut, auf der Künstler und Vereine ihre Darbietungen präsentieren können – eine Bühne mit Seesicht in einer Lounge, die sowohl zu Fuss, mit dem Auto oder mit dem Velo, als auch mit dem Boot oder schwimmend erreicht werden kann.

Öffnungszeiten der «art-lounge» auf der Bunkerwiese: bis Ende September täglich von 10 bis 1 Uhr.