Felix Forrer tritt als Heimleiter zurück

Der Leiter des Regionalen Pflegeheims Romanshorn tritt nach knapp drei Monaten im Amt zurück. Gesundheitliche Probleme zwingen ihn zu diesem Schritt.

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Felix Forrer, Leiter des regionalen Pflegeheims. (Bild: pd)

Felix Forrer, Leiter des regionalen Pflegeheims. (Bild: pd)

ROMANSHORN. Es kehrt keine Ruhe ein und das Personal-Karussell in der Gemeinde Romanshorn dreht sich weiter: Erst am 1. Juli hat Felix Forrer die Stelle als Leiter des Regionalen Pflegeheims Romanshorn übernommen. Nur sechs Wochen später plagten ihn schwere gesundheitliche Probleme. Die andauernden Schwierigkeiten zwingen den 48-Jährigen nun dazu, per Ende September von seinem Amt zurückzutreten. Das schrieb Käthi Zürcher, Gemeinderätin und Präsidentin der Betriebskommission, gestern in einer Pressemitteilung.

Kündigung war überraschend

«Für uns kam die Kündigung überraschend», sagt Käthi Zürcher. «Wir sowie auch Felix Forrer sind lange davon ausgegangen, dass sich seine Gesundheit wieder bessert.» Doch nun habe sich Felix Forrer dazu entschieden, zu kündigen. «Wir bedauern diesen Schritt natürlich sehr», sagt Käthi Zürcher. Denn der neue Heimleiter habe sich sehr schnell eingelebt. «Die Bewohner haben ihn geschätzt.» Als sie ihnen gestern mitgeteilt habe, dass der Heimleiter gekündigt habe, seien einige betroffen gewesen. «Seine offene, spontane und kommunikative Art ist gut angekommen.»

Rücktritt war unabdingbar

Dennoch sei der Rücktritt notwendig gewesen. «So haben wir die Möglichkeit, jemanden zu suchen, der diesen Posten übernehmen kann», erklärt Zürcher.

Für Felix Forrer war der Rücktritt zudem unabdingbar für seine Genesung. Obwohl er diesen Schritt bedauert, wie er in seinem Rücktrittsschreiben mitteilt. «Ich habe mich sowohl im Anstellungsprozess als auch bei der Einarbeitung noch nie so wohl gefühlt wie im Regionalen Pflegeheim Romanshorn.» Er sei nicht nur von den Bewohnern und dem Umfeld der Bezugspersonen, sondern auch vom Personal sehr herzlich aufgenommen worden. In seinem Rücktrittsschreiben hält Felix Forrer ausserdem fest, dass seine gesundheitlichen Probleme weder mit seiner Funktion als Heimleiter noch mit den Bezugspersonen oder dem Umfeld in Zusammenhang stehen.

Grosses Engagement

Die Hoffnung, mit Felix Forrer die Zukunft planen zu können, hat sich damit für die Betriebskommission und die Mitarbeitenden des Regionalen Pflegeheims Romanshorn zerschlagen. «Das Leben hat leider seine eigenen Regeln, und es bleibt uns nichts anderes übrig, als diese zu akzeptieren und Felix Forrer eine gute und baldige Genesung zu wünschen», sagt Käthi Zürcher.

Nachfolger bereits gefunden

Dass der Betrieb in den letzten Wochen trotzdem reibungslos funktioniert habe, sei Thekla Gahlinger und ihrem Team zu verdanken. Sie wird aber den Posten als Heimleiterin nicht übernehmen. «Sie will sich Ende Jahr frühpensionieren lassen», sagt Zürcher.

Die Betriebskommission habe bereits einen Nachfolger für Forrer gefunden. Er wird seine Stelle jedoch erst am 1. April antreten. Die neue Heimleitung wird jedoch erst nächste Woche vorgestellt. Da sie noch in einem festen Arbeitsverhältnis steht, will sie zuerst den derzeitigen Arbeitgeber informieren. «Für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. März suchen wir aber noch eine Übergangslösung», sagt Zürcher. (mvl)