Felder wie im Thurgauerlied

SONTERSWIL. Mit einem abwechslungsreichen Programm feierte die Politische Gemeinde Wäldi ihr 20jähriges Bestehen. Regierungsrat Kaspar Schläpfer war auch dabei und schwärmte von der schönen Landschaft.

Gabi Wüthrich
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Beim Jubiläums-Brunch am Sonntag herrschte grosser Andrang. (Bild: Gabi Wüthrich)

Beim Jubiläums-Brunch am Sonntag herrschte grosser Andrang. (Bild: Gabi Wüthrich)

«Die Einwohnerzahl hat sich in den vergangenen 20 Jahren von 921 auf 1030 erhöht. Der Steuerfuss konnte von 90 auf 55 Prozent gesenkt werden», sagte Gemeindepräsident Adrian König. Am Wochenende feierte die Politische Gemeinde Wäldi ihr 20-Jahr-Jubiläum. Höhepunkt am Samstag war der Empfang der Ehrengäste. König betonte in seinem Rückblick die hohe Lebensqualität in der nach wie vor landwirtschaftlich geprägten Gemeinde, die aber auch vom vielfältigen Vereinsangebot profitiere. «So beweist zum Beispiel der STV Illhart-Sonterswil viel Mut, indem er anlässlich seines 100-Jahr-Jubiläums im nächsten Jahr das Regional-Turnfest auf der kleinen Schulanlage in Sonterswil durchführt.»

Regierungsrat Kaspar Schläpfer zeigte sich beeindruckt von der «rekordverdächtigen» Steuersenkung und schwärmte von der schönen Lage der Gemeinde auf dem Seerücken: «Immer, wenn ich von Ermatingen in Richtung Thurtal fahre, fühle ich mich hier an die im Thurgauerlied besungenen Felder erinnert.» Schläpfer konnte sich bei der anschliessenden «Bänkli-Tour» noch einmal vom landschaftlichen Reiz der Gegend überzeugen. Die Gemeinde hatte aus Anlass des Jubiläums elf neue, von lokalen Gewerbetreibenden und Privaten gesponserte Sitzbänke montiert.

Feuerwehrübung lockt an

Vor allem die Feuerwehr Wäldi-Raperswilen lockte bei ihrer Übung mit dem Samariterverein Raperswilen und Umgebung viele Neugierige an. Darunter Gäste wie Ursi Hediger aus Ermatingen: «Die Buben wollen unbedingt die Feuerwehr sehen, die Mädchen interessieren sich mehr fürs Ponyreiten», meinte sie und lachte. Die jungen Samariter spielten Schüler, die aus dem ersten Stock gerettet werden mussten. Ihre aufgemalten Wunden wurden bewundert. Auch von Doris Seeholzer aus Wäldi. «Damit kann man ja einen Arzt testen», sagte sie. Für die Manöverkritik verwies Kommandant Peter Haldemann an seinen – nach eigenen Angaben – schärfsten Kritiker unter den Feuerwehrleuten: Markus Meier. Doch der hatte nur Lob übrig: «Wir haben das super gemacht, und vor den Augen der Familie macht es doppelt Spass.»

Grossen Anklang fand auch die Fotoaktion der Gemeindeverwaltung, bei der sich jeder von dem Gemeindewappen umrahmt ablichten lassen konnte. «Sonst müssen die Einwohner Fotos an uns liefern. Nun wollten wir ihnen einmal Bilder zurückgeben», erklärte Einwohneramt-Leiterin Sabrina Strasser. Der eben fotografierte Geschäftsführer des Golfplatzes Lipperswil, Ian Gibbons, staunte angesichts der grossen Zahl von 31 Ausstellern an der Tischmesse: «Da sieht man, was auch eine kleine Gemeinde wie Wäldi zu bieten hat.»

Gemütlicher Sonntag

Am Sonntag ging es beim Gottesdienst und dem anschliessenden Brunch gemütlich zu, bevor die Stimmung beim Golfball-Rennen einen letzten Höhepunkt erreichte. Musikalisch umrahmt wurde der Sonntag von den Chören Wäldi sowie der Musikgesellschaft Märstetten.