Feiner Jazz mit kulinarischer Begleitung

Das Jazzensemble Jist war Gast an der ersten Jazz-&-Dine-Veranstaltung der Literaria. Musik, Essen und eine stimmungsvolle Atmosphäre fügten sich zu einem genussvollen Abend, der beim Publikum gut ankam.

Claudia Gerrits
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Sängerin Nathalie Maertens machte mit ihrer Stimme die gespielten Songs zu ihren eigenen. (Bild: Claudia Gerrits)

Sängerin Nathalie Maertens machte mit ihrer Stimme die gespielten Songs zu ihren eigenen. (Bild: Claudia Gerrits)

BISCHOFSZELL. Statt einer Konzertbestuhlung standen in der Aula Sandbänkli einladend gedeckte Tische bereit. Um die 40 Besucherinnen und Besucher hatten sich für das besondere Konzert der Literaria entschieden, bei dem sie zwischen dem musikalischen Genuss auch Tafelfreuden mit einem dreigängigen Essen erwartete, aufgetischt von Pascal Inauen und seiner Crew.

Jazz im Stall

Für die drei ausgiebigen, musikalischen Gänge stand das Jist-Ensemble auf der Bühne. Jist stehe für Jazz im Stall, weil ihr Probelokal ein Raum über einem Stall sei, verriet der Saxophonist der Formation, der Bischofszeller Walter Bänziger. Aufeinander eingespielt, mit frischen, eigenständigen Interpretationen von Stücken bekannter Jazzgrössen und verjazzten populären Musikstücken bot die Band dem Publikum eine bunte Palette von musikalischen Delikatessen. Mit dabei Stücke von Chick Corea, Thelonious Monk, Bill Withers, Ray Charles oder Titel wie «We will be together again», «Anastasia», «The nearness of you». Leicht erkältet, doch mit warmer, inniger Stimme machte Sängerin Nathalie Maertens die Songs zu ihren Eigenen. Immer wieder mit spitzbübischen Lächeln im Gesicht drückte Gregor Lehner in die Tasten seines Keyboards, während Walter Bänziger seine Saxophone grooven und schmeicheln liess. Mit nuanciertem Spiel beeindruckte Schlagzeuger Jürg Lehner, und Andy Ziltener liess die Saiten seines Kontrabasses schwingen. Die Musik brachte bald im Publikum Köpfe und Füsse zum Wippen. Da und dort liessen sich Zuhörer genüsslich mit geschlossenen Augen auf die Musik ein.

Feuertaufe bestanden

Das heutige Konzert sei für das Ensemble gleichsam eine Feuertaufe gewesen, liess Walter Bänziger nach der Zugabe das Publikum wissen. Als noch junges Ensemble, das sich vor zwei Jahren zusammenfand, habe Jist bis jetzt vorwiegend an Anlässen gespielt und sei kaum konzertant aufgetreten. Dass sowohl die Musiker wie auch die erste Jazz-&-Dine-Veranstaltung die Feuertaufe bestanden, war am Ende aus den Reaktionen des Publikums zu hören: «Es war ein wunderschöner Abend.»

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