Feelgood-Jazz bei Kerzenlicht

Nach einer dreimonatigen Sommerpause begann im Panem die dritte Serie der Friday-Night- Konzerte. Organisator Adi Gerlach eröffnete diese mit seiner eigenen Band und Gastmusikern.

Andrea Kern
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Swing-Balladen, gespielt vom Stickerei-Jazz-Trio mit den Gastmusikern Coraline Richards und Siro Spörli. (Bild: Reto Martin)

Swing-Balladen, gespielt vom Stickerei-Jazz-Trio mit den Gastmusikern Coraline Richards und Siro Spörli. (Bild: Reto Martin)

«Somewhere over the rainbow», singt Coraline Richards mit ihrer kräftigen Stimme und lässt die Besucher in eine verträumte Stimmung versetzen. Bei gemütlichem Ambiente bei Kerzenlicht begann im Bistro Panem nach der Sommerpause die dritte Konzertserie der Friday Night Music. Zum Auftakt spielte das St. Galler Stickerei-Jazz-Trio zusammen mit der Genfer Sängerin Coraline Richards und dem Luzerner Siro Spörli am Flügelhorn.

Mit Zuhörern kommunizieren

Angesagt wurde ein Abend mit Feelgood-Jazz und Swing-Balladen, womit nicht zu viel versprochen wurde. Organisator Adi Gerlach trug als Schlagzeuger des Stickerei Jazz Trios gleich selber seinen Teil dazu bei. In den drei Sets boten die Musiker sowohl ein intensives Konzerterlebnis für die Gäste der vorderen Reihen als auch angenehme Hintergrundmusik für diejenigen, die es sich im oberen Stock oder draussen bequem gemacht haben.

Das Trio und seine Gastmusiker unterhielten die Zuhörer zudem zwischendurch mit einem lockeren Spruch.

«Ich finde es persönlich schöner, wenn die Musiker ab und zu mit den Besuchern kommunizieren», sagt Adi Gerlach. «Fast alle Bands, die hier spielen, machen das jeweils so. Es wäre doch schade, wenn sich die Zuhörer wie in einem Aufnahmestudio fühlen würden.»

Freude am Jazz vermitteln

Er kennt deshalb die meisten Musiker, die er für die Konzerte im Bistro Panem bucht. «Würde ich die Bands nur anhand von Demo-Aufnahmen auswählen, wüsste ich nicht, ob die Musiker auch ankommen, wenn sie live spielen», erklärt der Schlagzeuger.

Mit der Friday Night Music möchte Adi Gerlach den Besuchern die Freude am Jazz vermitteln und ihm dies in ungezwungener Atmosphäre ohne Eintritt ermöglichen.

«Auch jene, die sonst nicht unbedingt Jazz hören, sollen sich wohlfühlen», sagt er und verweist auf die Jazzkeller, die früher genau dies in vielen Städten ermöglicht haben. Gebucht hat er deshalb auch für die aktuelle Reihe Bands, die moderneren und unkomplizierten Jazz spielen. Dafür brauche er keine international bekannte Namen, wie er betont, sondern lädt vor allem qualitativ gute und musikalisch interessante Bands aus der Region ein. Er möchte ihnen damit auch eine Plattform für Auftritte bieten.

Latin und Blues

Trotzdem sind bereits alle Bands bis zum Ende der Konzertreihe im Mai gebucht. Das nächste Konzert findet am 25. September statt. Dann laden Aja und Toni Eberle mit akustischem Soul zu einer Latin- und Bluesnight ein.

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