Faustbrot an der Bundesfeier

WEINFELDEN. 2014 spendierte die Gemeinde Weinfelden den Besuchern der 1.-August-Feier erstmals die Verpflegung. Die Gemeinde erreichte mit dieser Neuerung auf Anhieb die gesteckten Ziele; sie will die Aktion in diesem Jahr wieder durchführen.

Esther Simon
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Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der letztjährigen Bundesfeier auf dem Marktplatz in Weinfelden. (Bild: pd/Gemeinde Weinfelden)

Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der letztjährigen Bundesfeier auf dem Marktplatz in Weinfelden. (Bild: pd/Gemeinde Weinfelden)

Ein Znünisäckli für alle Besucherinnen und Besucher: Dieses Motto gilt auch an der diesjährigen Bundesfeier auf dem Marktplatz – nach dem Erfolg im letzten Jahr. 2014 hatte das Znünisäckli Premiere. Die Gemeinde spendierte das Säckli mit einem Eingeklemmten und einem 1.-August-Weggen den inzwischen 700 Besuchern der Bundesfeier zum ersten Mal. Mitarbeitende der Gemeinde sowie freiwillige Helferinnen und Helfer hatten die Säckli den Besuchern an ihren Plätzen verteilt.

Es gibt nur Gewinner

Bei der Aktion gab es nur Gewinner: Die grosse Mehrheit begrüsste die Neuerung mit Begeisterung, und die Gemeinde konnte zwei Probleme auf einen Schlag lösen. Einerseits waren die Warteschlangen vor der Festwirtschaft des Männerchors nicht mehr so lang, weil man sein Essen nicht mehr selber holen musste; andererseits war es auf dem Festplatz bedeutend ruhiger als noch in anderen Jahren, weil das «Geläufe» von der Festwirtschaft zum Sitzplatz wegfiel.

«Die ganze Bundesfeier ist viel ruhiger abgelaufen», zieht Maja Läubli, Assistentin des Weinfelder Gemeindepräsidenten Max Vögeli, eine positive Bilanz. Wie in den vergangenen Jahren verzichtet die Gemeinde aber auch dieses Mal nicht auf die Dienste des Männerchors. Er wird nach wie vor um 10 Uhr die Festwirtschaft eröffnen; wer will, kann Essen und Getränke auch in diesem Jahr dort holen, muss das Gekaufte aber selber bezahlen (siehe Kasten). Gemeindepräsident Max Vögeli hatte 2014 gesagt, dass man auf die Festwirtschaft des Männerchors auch in Zukunft nicht verzichten wolle; «sie soll fester Bestandteil der Weinfelder Bundesfeier bleiben. Wir waren damit immer sehr zufrieden.»

Max Arnold hält Festrede

Der Znüni wird auch dieses Jahr wieder ab 10 Uhr an die Tische gebracht. Um 10.45 Uhr leitet der Musikverein Weinfelden unter der Leitung von Bruno Uhr zum offiziellen Festakt über. Nach der Begrüssung durch Max Vögeli hält einer Tradition folgend der Präsident des Grossen Rates – in diesem Jahr Max Arnold – die Festansprache. Bei schönem Wetter findet der Anlass auf dem Marktplatz statt, andernfalls im «Thurgauerhof». Am Abend lodert im Sefi wieder das Höhenfeuer.

Max Arnold Präsident des Grossen Rates und Festredner in Weinfelden (Archivbild: Reto Martin)

Max Arnold Präsident des Grossen Rates und Festredner in Weinfelden (Archivbild: Reto Martin)