Fast alle Abstimmungscouverts kamen rechtzeitig an

Dieses Mal waren die Muoler pünktlicher. Gemeindepräsident Bernhard Keller ist überzeugt, dass der Aufruf zur rechtzeitigen Stimmabgabe genützt hat.

Corinne Allenspach
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Bernhard Keller (Bild: Ralph Ribi)

Bernhard Keller (Bild: Ralph Ribi)

In der Vergangenheit sind bei Abstimmungen jeweils bis zu 30 Stimmcouverts zu spät bei der Gemeinde Muolen eingetroffen. Wie sah es diesmal aus?

Bernhard Keller: Für die Abstimmung vom 14. Juni haben uns nur noch vier Couverts zu spät erreicht. Mit dieser Zahl kann ich gut leben. Auch im Vergleich zu anderen Gemeinden in der Region liegen wir damit im Durchschnitt.

Dann hat sich der Aufruf für die zeitigere Stimmabgabe im Mitteilungsblatt also gelohnt?

Keller: Absolut. Wir konnten die verspätete Stimmabgabe auf ein Minimum reduzieren, und das mit wenig Aufwand. Der Zeitungsartikel vom 10. Juni zu den unpünktlichen Stimmbürgern hat sicher auch noch dazu beigetragen.

In anderen Gemeinden der Region sind unpünktliche Stimmbürgerinnen und Stimmbürger kein Problem. Sind «Spätzünder» also ein Muoler Phänomen?

Keller: Ich kann es mir wirklich nicht erklären, warum einzig in der Gemeinde Muolen jeweils so viele Abstimmungscouverts zu spät eingetroffen sind. Einen möglichen Grund sehe ich lediglich darin, dass nicht auf dem ganzen Muoler Gemeindegebiet die Postleitzahl 9313 gilt. Insgesamt haben wir auf Gemeindegebiet vier verschiedene Postleitzahlen. Vielleicht nimmt das Stimmcouvert da und dort deshalb einen anderen Weg bei der Post.

Werden Sie vor der nächsten Abstimmung wieder einen Aufruf für frühzeitige Stimmabgabe im Mitteilungsblatt starten?

Keller: Nein, wir werden auf weitere Massnahmen verzichten. Wir hoffen, dass künftig auch jene, die bisher zu spät waren, wieder bewusst etwas früher abstimmen und die Couverts rechtzeitig eintreffen.