Fasnächtler in Festlaune

Egnach war am letzten Wochenende fest in der Hand der Narren. Die beiden Maskenbälle wurden von rund 1300 Personen besucht.

Ingrid Meier
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Sorgten für Sauberkeit: Eine mobile Putzequipe. (Bild: Ingrid Meier)

Sorgten für Sauberkeit: Eine mobile Putzequipe. (Bild: Ingrid Meier)

EGNACH. Wenn sich ein Zoodirektor mit seinen Tieren gefahrlos zwischen Nonnen, Schotten und Indianern bewegt, die wilden Bienen ihren Honig freiwillig verteilen und man Doping durch Blutkonserven des ehemaligen Velorennfahrers Lance Armstrong direkt in die Venen fliessen lassen kann, ist Ü-30-Maskenball in Egnach.

Die Rietzelghalle war am Freitag bevölkert von phantasievollen Einzelmasken und Gruppen. Die Sujets spiegelten oft Szenen aus dem Dorfalltag wieder.

Schlossgeister und Politessen

Die Luxburger Schlossgeister beklagten, dass die Luxburg zu einem Schnäppchenpreis verkauft worden sei (fiktiv natürlich). Eine Haltestelle Wiedehorn mit dem zugehörigen Bahnübergang und Schienenfahrzeug bedingt neue Parkplätze, was wiederum viel Arbeit für die Egnacher Polizisten und Politessen verursachte, die fleissig Parkbussen verteilten. Die Putzfrauen-Equipe des Gemeindehauses sorgte für Sauberkeit, und kostümierte Fans des FC St. Gallen waren sicher, dass diese Meister werden.

Fetzige Volk- und Schlagermusik wurde von der Alpen GmbH geliefert und lud zum Tanzen ein. Die Stimmung war sehr gut und wurde noch durch drei Guggen, den Löli-Tuutern aus Bottighofen, der Guggemusig Moslig aus Mosnang und den Adlerbrüetern aus Mörschwil angeheizt.

Die meisten der rund 300 Besucher waren aus der Region und nicht das erste Mal am Egnacher Maskenball. Es handle sich um einen sehr beliebten Anlass, sagte OK-Präsident Luzi Sproll. Der STV als durchführender Verein hob seinerzeit die Veranstaltung zum 40-Jahr-Jubiläum als Geschenk an die treuen Besucher aus der Taufe. Auf ein Motto verzichteten die Veranstalter bewusst.

1000 Besucher am Samstag

Der Hauptanlass ist allerdings jeweils der Maskenball am Samstag, an dem die Besucher bereits ab 18 Jahren Einlass finden. Dieses Mal kamen wieder um die 1000 Besucher. Sie wurden am Eingang streng kontrolliert. An beiden Abenden erhielten die schönsten Masken einen Preis.