Fantastical mit Besucherrekord

KREUZLINGEN. Etwa 50 000 Menschen strömten am Samstag zum Seenachtfest im Kreuzlinger Hafenareal – so viele wie noch nie. Kein Wunder: Es wurde auch so viel geboten wie selten zuvor.

Martina Eggenberger Lenz
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Dicht an dicht: Das Seenachtsfest zieht Massen an. (Bild: Donato Caspari)

Dicht an dicht: Das Seenachtsfest zieht Massen an. (Bild: Donato Caspari)

Wenn im Hafenareal die Lichter ausgehen, dann steht der Höhepunkt des Abends kurz bevor. Das grosse Feuerwerk lockt jedes Jahr Massen an, aber dieses Mal waren die Bedingungen so perfekt, dass der Besucherstrom nicht abreissen wollte. Noch als die ersten Raketen in den sternenklaren Nachthimmel schossen, kamen Besucher aufs Festgelände. Dicht an dicht gedrängt stand man am Hafenbecken und liess sich vom Lichterregen verzaubern.

Die Jugend begeistert

Das Seenachtfest ist der Anlass, an dem die Kinder das letzte Feriengeld auf dem Rummelplatz loswerden, die Erwachsenen auf die letzten Sommertage anstossen und die Jugendlichen die letzte Gelegenheit zum Ferienflirt wahrnehmen. Die Jugend hatte es gut an diesem Fantastical. Für sie wurde eigens ein Programm lanciert. Aus den Boxen wummerten Bässe, auf der Bühne wurde getanzt. Street-Style war angesagt, echte Jugendkultur, die zu begeistern wusste. Jung sind auch jene Trommel-Künstler, die in Kreuzlingen ihre grösste Fangemeinde haben: Drums2streets, die Lokalmatadoren. Sie brachten mit ihrer neuen, ausgeklügelten Show die Menge zum Klatschen und Johlen. Sängerin und Überraschungsgast Eliane, eigentlich Siegerin der Talent-Show des Schweizer Fernsehens, war in Kreuzlingen Nummer zwei.

Menschentrauben gab es nicht nur vor den Bühnen. Tüchtig gefeiert wurde auch auf der Tanzfläche in der Platanenallee und in den zahlreichen Bars der Partyanbieter;, je später, desto feucht-fröhlicher.

Clowns, Geschichtenerzähler und Turnen zum Mitmachen gab es für die Kinder. Und natürlich den Luna-Park. Das Angebot war gross wie selten zuvor. Trotzdem gab es nicht nur beim Riesenrad – erstmals seit Jahren wieder dabei – Wartezeiten. Auch wer Hunger hatte, musste sich an den Food-Ständen gedulden.

Wer geht, wer bleibt

Mit dem gemeinsamen Schluss-Bouquet des Kreuzlinger und Konstanzer Feuerwerks gegen 23 Uhr überschreitet das Fest seinen Zenit. Während für die einen die Nacht erst beginnt, treten die anderen den Heimweg an. Wieder einmal hat das Fest Tausende Menschen friedlich vereint.