Fairer Handel geht alle etwas an

Vor 41 Jahren setzten sich die Bananenfrauen aus Frauenfeld hartnäckig für fairen Handel ein. Dies dokumentiert eine Ausstellung im BBZ Weinfelden.

Manuela Olgiati
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Gruppenbild: Simone Curau, Hansrudolf Frey, «Bananenfrau» Ursula Brunner, Regula Gähwiler und Ausstellungsmacher Jost Brunner. (Bild: Manuela Olgiati)

Gruppenbild: Simone Curau, Hansrudolf Frey, «Bananenfrau» Ursula Brunner, Regula Gähwiler und Ausstellungsmacher Jost Brunner. (Bild: Manuela Olgiati)

WEINFELDEN. Die Ausstellung «hartnäckig & unverfroren – Bananenfrauen» ist wie ein grosses Buch, sagt Hansrudolf Frey, der frühere Verleger des Huber Verlages Frauenfeld, am Freitagabend an der Vernissage im BBZ Weinfelden. Es gibt Bilder, Texte und Dokumente zu den Kapiteln Frauengeschichte im Thurgau oder zur Sozialgeschichte bis hin zur internationalen Wirtschaftsgeschichte. Ethische Fragen oder Fragen zur «Gerechtigkeit unseres Handels» spielen eine wichtige Rolle. Alle diese Themen haben die «Bananenfrauen» von Frauenfeld vor über 40 Jahren bewegt.

Die Geschichte wurde aufgearbeitet und in einer Ausstellung dokumentiert. Was mit Bananen begann, wird mit Textilien, Handys oder der Steuerpolitik weitergeführt, sagt Frey. Er dankt dem Projektteam, dass es mithelfe, Signale zu setzen. Simone Curau und Regula Gähwiler, Mitglieder der Projektgruppe der Projektwochen Fairer Handel, sprechen so direkt Konsumenten an, Produkte aus fairem Handel zu kaufen. Sensibilisieren möchte das Team die Jungen. Die Ausstellung bildet das Zentrum der Projektwochen. Das Projekt wird von der Politischen Gemeinde, den Landes- und Freikirchen, einigen Unternehmen und dem BBZ Weinfelden unterstützt. «Wir wollten mit Lebensmitteln und Bekleidung einen Bezug zu Weinfelden schaffen», sagt Curau. Fünf Restaurants offerieren ausgewählte Menus. In den Berufsschulen wird das Thema im Unterricht aufgegriffen, und die Bibliothek im BBZ ist mit einem Medienangebot präsent.

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