Facelift für den Wagenhof

TÄGERWILEN. Tägerwilen braucht eine fünfte Kindergartenklasse. Diese soll im Wagenhof untergebracht werden. Doch vorher sind eine Sanierung und ein Ausbau für 1,575 Millionen Franken notwendig.

Nicole D'orazio
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Renovierungsbedürftig: Der Wagenhof an der Hauptstrasse 68 genügt nicht mehr den heutigen Ansprüchen. (Bild: Reto Martin)

Renovierungsbedürftig: Der Wagenhof an der Hauptstrasse 68 genügt nicht mehr den heutigen Ansprüchen. (Bild: Reto Martin)

TÄGERWILEN. Der Platz in den Tägerwiler Kindergärten wird immer knapper. Im nächsten Sommer wird mit 100 Kindergärtlern gerechnet, die Bildung einer neuen Gruppe ist nötig. «Wir haben uns darum entschieden, den Wagenhof, in welchem bereits ein Kindergarten untergebracht ist, zu sanieren und auszubauen», sagt Werner Schenk, Vizepräsident der Volksschulgemeinde Tägerwilen und Präsident der Baukommission. «Das ist unserer Meinung nach die richtige Lösung.»

In der Behörde hätte man sich bewusst gegen eine Dezentralisierung der Schulbauten entschieden, ergänzt Präsidentin Karin König-Ess am Informationsabend für die Parteipräsidenten der Gemeinde. «So kommt auch keine Schulweg-Diskussion auf.»

Der Wagenhof ist letztmals vor 30 Jahren saniert worden und hat ein Facelift nötig. Für 1,575 Millionen Franken soll das Gebäude nun saniert werden und danach den Minergie-Standard erfüllen.

Neue Therapieräume

«Es wird ein neues behindertengerechtes Treppenhaus angebaut», führt Schenk weiter aus. «Der Dachstuhl wird angehoben, und im Obergeschoss gibt es Platz für drei Therapieräume.» Für die Lehrkräfte sei es ein Vorteil, wenn sie näher beisammen und somit zusammen arbeiten könnten.

Der Baukredit wird den Stimmbürgern an der Budget-Gemeindeversammlung der Volksschulgemeinde am 12. Dezember vorgelegt. «Wir wollten das Projekt unbedingt auf diesen Termin durchbringen», sagt Schenk. Denn mit einem Baubeginn nach den Sportferien würde man bis im Sommer fertig werden. «Ansonsten müssten wir mit einem Provisorium arbeiten.»

Neubau wäre keine Lösung

Man hatte sich auch überlegt, einen ganz neuen Kindergarten zu bauen, sagte Karin König-Ess. «Das würde ebenfalls um die 900 000 Franken kosten und die Sanierung des Wagenhofes würde dennoch anstehen.» Darum hoffe sie, dass das Projekt genehmigt werde.

Das Budget 2012 der Volksschulgemeinde sieht einen Verlust von rund 400 000 Franken vor. Der Steuerfuss wird bei 102 Prozent belassen.