EZO-Kauf lässt viele kalt

ROMANSHORN. Am Mittwoch informierte die Gemeinde über den geplanten Kauf des Eissportzentrums Oberthurgau für 4,2 Millionen Franken. Es gab keine einzige Frage aus dem Publikum.

Markus Schoch
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Der Nachwuchs am Puck: Im Eissportzentrum tragen drei Eishockeyvereine ihre Heimspiele aus. (Archivbild: Chris Mansfield)

Der Nachwuchs am Puck: Im Eissportzentrum tragen drei Eishockeyvereine ihre Heimspiele aus. (Archivbild: Chris Mansfield)

Am Eissportzentrum (EZO) haben sich in Romanshorn in den letzten zehn Jahren immer wieder die Gemüter erhitzt. Es ging immer ums Geld.

Doch offenbar sind die Querelen für viele Romanshorner heute Schnee von gestern.

Nur etwa 60 Besucher

Eine Informationsveranstaltung der Gemeinde am Mittwoch- abend zum geplanten Kauf der Anlage durch die Gemeinde jedenfalls besuchten nur gerade einmal 60 Personen, der fast vollzählige Gemeinderat inklusive. Im Publikum sassen ausserdem viele aus dem Umfeld des EZO. Und es gab keine einzige Frage im Anschluss an die Präsentation der Vorlage durch Gemeindeammann David H. Bon, Gemeinderat Peter Höltschi und Martin Klöti, den Präsidenten der Regionalplanungsgruppe (RPK) Oberthurgau. Von den Grünen, die bis jetzt als einzige gegen den vorliegenden Rettungsplan für das EZO ausgesprochen haben, war ausser Gemeinderat Urs Oberholzer niemand anwesend.

«Sollten den Schritt wagen»

Einzig alt Gemeindeammann Max Brunner meldete sich an der Versammlung zu Wort. «Wir sollten den Schritt wagen, egal was in der Vergangenheit passiert ist», sprach er sich für ein Ja am 15. April aus. Der Oberthurgau habe seit Jahrzehnten Probleme, grosse Projekte zu realisieren. Jetzt biete sich endlich eine Chance. «Wir könnten nun den Beweis erbringen, dass wir doch dazu fähig sind», sagte Brunner. Als Standortgemeinde sei Romanshorn zwar finanziell besonders gefordert. Zu verlieren habe die Stadt am Wasser aber wenig. «Das Risiko, das wir eingehen, ist relativ klein, weil wir einen realen Gegenwert bekommen.»

Für Bon war es trotz der positiven Stimme schwierig, den Abend einzuordnen. «Die Abstimmung ist noch nicht gewonnen.»

Gemeinderat Peter Höltschi. (Bild: pd)

Gemeinderat Peter Höltschi. (Bild: pd)

Gemeindeammann David H. Bon. (Bild: pd)

Gemeindeammann David H. Bon. (Bild: pd)

RPK-Präsident Martin Klöti. (Bild: ky)

RPK-Präsident Martin Klöti. (Bild: ky)