EW behauptet sich in schwierigem Umfeld

Die Verantwortlichen des EW Romanshorn sind zuversichtlich, die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Strommarktöffnung und der Energiewende zu meistern. «Wir sind gut aufgestellt», sagt Verwaltungsratspräsident Jakob Küng.

Markus Bösch
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ROMANSHORN. Es war die erste Generalversammlung unter der Leitung von Jakob Küng – und die Geschäfte wurden am Montag problemlos und ohne Diskussion abgewickelt. «Ich bin erfreut, dass wir mit einem Jahresgewinn von 474 292 Franken abschliessen können», sagte Küng. Und er hatte eine erfreuliche Nachricht: «Sie als Konsumenten kommen in den Genuss von Rückvergütungen im Wasserbereich und Strombereich, wobei dies beim Strom nicht spürbar wird, weil gleichzeitig die KEV-Abgaben erhöht wurden.»

Erfreuliche Ertragslage

Das EW mit seinen 539 Genossenschaftern sei gut aufgestellt, meinte Küng. «Unsere Ertragslage ist erfreulich, und wir werden die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Strommarktöffnung und der Energiewende meistern.» Die Integration des Elektrizitätsnetzes Uttwil habe im vergangenen Jahr abgeschlossen werden können.

Insgesamt 84,5 Millionen Kilowattstunden Strom wurden verbraucht, was einer leichten Steigerung entspricht. Im Zusammenhang mit immer billiger werdendem Strom auf dem freien Markt würden zunehmende Mengen durch Dritte geliefert oder mit Marktverträgen durch das EW abgedeckt, sagte Küng.

Gute Umweltbilanz

Immerhin fast die Hälfte der gelieferten Energie entfällt auf die Produkte Basis- und Naturmix. Die Umweltbilanz könne sich sehen lassen. «Das Romanshorner EW ist vorne mit dabei», sagte Geschäftsleiter Joh van der Bie. Beim Kohlendioxidäquivalent als Mass für die Klimaschädlichkeit «sind es für uns 33 Gramm, während der Schweizer Mix 92 Gramm beträgt», rechnete Küng vor. Ein ähnliches Bild ergebe sich bei der Gesamtumweltbelastung/Kilowattstunde: Der Schweizer Durchschnitt liegt bei 311 Punkten, Romanshorn erreicht 221. Beim Wasser sei der Verbrauch konstant respektive rückläufig. Die gestiegene Wasserverlustrate habe mit der Klimaanlage des Seewasserwerks zu tun. Da werde der Zähler entsprechend angepasst.

Vorstand im Amt bestätigt

Unbestritten war die Verwendung des Reinertrages, der wie immer den gesetzlichen und freien Reserven zugewiesen, für die neue Rechnung und für die Verzinsung der Anteilscheine verwendet wird. Ebenso einstimmig wurden Ruedi Reinhart, Thomas Maron und Markus Villiger für weitere drei Jahre im Verwaltungsrat bestätigt.