Evangelische setzen auf die Jugend

Die Kirchgemeinden Affeltrangen, Märwil und Braunau wollen vermehrt zusammenarbeiten. Am Mittwochabend, 15. Februar, präsentiert die Arbeitsgruppe ihre Vorschläge der Öffentlichkeit.

Cyrill Rüegger
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Die drei Präsidenten Rolf Zimmermann, Ernst Landolt und Hans Bodenmann.

Die drei Präsidenten Rolf Zimmermann, Ernst Landolt und Hans Bodenmann.

Cyrill Rüegger

weinfelden

@thurgauerzeitung.ch

Im vergangenen Jahr haben sie sie ausgearbeitet, nun präsentieren die Präsidenten der evangelischen Kirchgemeinden Affeltrangen, Märwil und Braunau ihre Ideen für eine verstärkte Zusammenarbeit. Den Auftrag zur Ideensuche gaben die Stimmbürger der drei Kirchgemeinden an den Versammlungen vor einem Jahr, worauf eine Arbeitsgruppe gebildet wurde (siehe Kasten). In zwei Workshops unter der Leitung des Bischofszeller Kirchgemeindeberaters Daniel Frischknecht hat die Gruppe verschiedene Schwerpunkte bearbeitet.

Im ersten Workshop wurde die Situation in allen drei Kirchgemeinden näher analysiert und mit Blick auf die Zukunft erörtert. Im zweiten Workshop wurden die vier meistgenannten Ideen zur Zusammenarbeit vertieft. Neben den Möglichkeiten wurden aber auch die Grenzen einer allfälligen Zusammenarbeit aufgelistet.

Im Fokus: Diakonie und Nachwuchsprojekte

Welche Ideen und Möglichkeiten zur Zusammenarbeit die Arbeitsgruppe erarbeitet hat, präsentiert sie allen Interessierten an einer Informations- und Diskussionsveranstaltung in zwei Wochen. Im Vordergrund stehen dabei die Möglichkeiten der Durchführung gemeinsamer Kinderwochen, die Ausweitung der Aktivitäten der Cevi-Jungschar auf alle drei beteiligten Kirchgemeinden, der gemeinsame Konfirmandenunterricht mit lokalen Konfirmationsfeiern sowie die Entwicklung eines gemeinsamen diakonischen Projekts. Da allfällige Inputs aus der Bevölkerung vom Infoanlass noch in die Planungen einfliessen sollen, werden vertragliche und finanzielle Details möglicher Kooperationen erst anschliessend fertig ausgearbeitet. Über konkrete Projekte soll dann an den drei Kirchgemeindeversammlungen im Frühling abgestimmt werden.

Der Affeltranger Kirchgemeindepräsident Rolf Zimmermann zeigt sich offen für mehr gemeinsame Aktivitäten. «Neue Formen der Zusammenarbeit müssen aber klar und verbindlich geregelt werden und in den Kirchgemeinden breit abgestützt sein.» Ernst Landolt, Präsident der Kirchenvorsteherschaft Märwil, betont, dass aufgrund des gemeinsamen Pfarramts in Affeltrangen und Märwil «eine natürliche Nähe gewachsen ist». Trotz vermehrter Zusammenarbeit müsse dem örtlichen und religiösen Heimatgefühl aber Sorge getragen werden. Der Braunauer Präsident Hans Bodenmann erlebt in seiner kleinen Kirchgemeinde, dass viele gute Ideen aus Mangel an Ressourcen nicht verwirklicht werden. «Eine Zusammenarbeit würde unserem Kirchgemeindeleben mehr Vielfalt verleihen», ist er überzeugt.

Info- und Diskussionsanlass

Mittwoch, 15. Februar, 20 Uhr, evangelisches Kirchgemeindehaus Affeltrangen