Es wird ruhig

Die Blätter sind gefallen und gewischt, der Nebel lullt ein, und Weinfelden macht sich parat für den Winter.

De Wortmetz
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Die Blätter sind gefallen und gewischt, der Nebel lullt ein, und Weinfelden macht sich parat für den Winter. Bedenkt man, wie schnell das Jahr durchgezogen ist, wie die Sterne schon wieder in den Strassen hängen, wartend auf das erste Aufleuchten, da würde man es kaum glauben, dass wir in einem so ruhigen Dorf leben, in Anbetracht dessen, wie schnell das Jahr durchs Dorf gezogen ist. Viel passiert ist nicht, die Welt hat sich zwar weitergedreht, etwas gemächlicher bei uns in Weinfelden.

Das Schulhaus musste zum zweiten Mal begonnen werden, der Thurmarkt feierte Wiedereröffnung, am Bahnhof wurden neue Fahnen aufgehängt, eine Baugrube nach der anderen, ein paar Strassensanierungen, alles in allem ein völlig normales Jahr. Irgendwie sind das alles Zeichen für eine lebenswerte Region. Wir warten auf nichts, und deshalb vergeht die Zeit wie im Fluge.

Da stellt sich natürlich die philosophische Frage: Bremsen Erwartungen den Fluss der Zeit? Oder, wie ist das mit dem Mass der Schnelllebigkeit? Heute Hype – morgen out. Wie dem auch sei, alle Jahre wieder kehren dieselben Ereignisse ins Dorf, die Wega, die Bochselnacht, der Adventsmarkt, so sicher wie das Amen in der Kirche. Das ruft bei manch einem eine gewisse Vorfreude auf den Plan. Meistens sind diese Anlässe eigentlich nur Zeuge davon, dass schon wieder ein Jahr vorbeigehuscht ist.

Weinfelden, du bist zwar kein heisses Pflaster, dafür ein gemütliches, ruhiges Zuhause.