«Es war ein perfekter Tag»

Tausende Besucher bei strahlendem Sonnenschein auf dem Boulevard: OK-Präsident und Emmishofer Narr Markus Baiker erklärt den Erfolg der Kreuzlinger Fasnachtsparade.

Urs Brüschweiler
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Der Marienkäfer und die Herzkönigin verfolgen gebannt den Umzug. (Bild: Donato Caspari)

Der Marienkäfer und die Herzkönigin verfolgen gebannt den Umzug. (Bild: Donato Caspari)

Herr Baiker, am Tag nach der grossen Kreuzlinger Fasnachtsparade müssen Sie doch übers ganze Gesicht strahlen. Auf dem Boulevard waren so viele Leute wie noch nie.

Markus Baiker: Das ist so. Alles ist genau so gelaufen, wie wir es uns vorgestellt haben. Aus unserer Sicht war es ein perfekter Tag.

Wissen Sie schon, wie viele Besucher da waren?

Baiker: Wir haben ungefähr 3500 Buttons verkauft. Besucher unter 16 Jahren bezahlten ja nichts und dann gab es noch viele, die an den Verkäufern vorbeigegangen sind. Insgesamt schätzen wir, dass etwa 10 000 Menschen im Stadtzentrum mit dabei waren. Wir hatten uns erhofft, dass die Quote derer, die Eintritt bezahlen, etwas höher sein würde, aber so ist es auch in Ordnung.

Was haben Sie gemacht, dass Sie mit einem solch perfekten Wetter belohnt wurden?

Baiker: Wir haben es schon ein Jahr im voraus bestellt und führten uns immer anständig auf. Nein, Spass beiseite. Das schöne Wetter am Sonntag half uns natürlich gewaltig. Etwa 80 Prozent des Erfolges gehören der Sonne.

Bemerkenswert war die grosse Anzahl der Kreuzlinger Vereine, welche als Helfer eingebunden waren.

Baiker: In der Tat. Alle Beteiligten; die Stadt und der Werkhof, die Sponsoren, die Vereine und alle anderen Helfer haben ein riesiges Kompliment verdient. Um die Vereine zu gewinnen, haben wir enorm von unseren persönlichen Kontakten profitiert. Natürlich muss man die Leute ein wenig motivieren. Wir haben aber auch ein gutes Paket geschnürt und sie am Umsatz beteiligt oder sonst entschädigt.

Auch am Umzug konnten die Zuschauer erstaunlich viele einheimische Nummern bestaunen.

Baiker: Das hat uns besonders gefreut, dass so viele sich etwas haben einfallen lassen. Der ganze Anlass zeigt, dass die Fasnacht in Kreuzlingen durchaus eine grosse Fangemeinde hat. Nicht zuletzt, weil die vielen deutschen Zuwanderer dazu einen Draht haben.

Die Emmishofer Narren haben neben der Organisation der Fasnachtsparade auch noch die Narren-Night-Show auf die Beine gestellt und am Donnerstag folgt bereits der Hemdglongger-Umzug. Der Aufwand für die Mitglieder muss enorm sein.

Baiker: Ja, wir gingen an die Grenze des Machbaren. Aber wir haben eine ausgezeichnete Stimmung untereinander. Wenn es um die Wurst geht, ziehen alle mit. Und unsere Motivation bringt dann viele andere dazu, dass sie auch mitmachen.

Seit dem letzten grossen Umzug waren fünf Jahre vergangen. Dauert es nun wieder so lange?

Baiker: Das ist sehr schwierig zu sagen. Wir wissen, dass ein Verein diesen Aufwand auf die Dauer nicht alleine stemmen kann. Dieses Mal ging es knapp, weil wir wissen, wie es geht und wo man die Leute findet, die zu begeistern sind. Schön wäre, wenn ein grosser Umzug alle fünf Jahre stattfinden könnte, aber man bräuchte unbedingt ein breiter abgestütztes OK, in dem Vertreter aus mehreren Vereinen mitmachen. Auch für die Suche nach Sponsoren ist es besser, wenn man eine längere Zeit zwischen den Anlässen verstreichen lässt.

Markus Baiker Präsident Narrengesellschaft Emmishofen (Bild: Urs Brüschweiler)

Markus Baiker Präsident Narrengesellschaft Emmishofen (Bild: Urs Brüschweiler)

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