«Es trifft immer die Falschen»

Der Tod von Gotthard-Sänger Steve Lee macht die 39jährige Hornerin Alexandra Lingenhöle tieftraurig. Sie liebt die Musik seit den Anfängen.

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Trauert um Steve Lee: Die Hornerin Alexandra Lingenhöle. (Bild: zVg)

Trauert um Steve Lee: Die Hornerin Alexandra Lingenhöle. (Bild: zVg)

Frau Lingenhöle, wie haben Sie vom Tod Steve Lees erfahren?

Alexandra Lingenhöle: Durch ein SMS einer Freundin am späteren Mittwochnachmittag.

Was geht jetzt, wenige Tage nach seinem Tod, in Ihnen vor?

Lingenhöle: Das Ganze ist für mich noch nicht greifbar. Ich habe am Mittwochabend lange mit meinem Mann darüber diskutiert. Andere Künstler im Rockbusiness sind drogenabhängig und werfen ihr Leben richtiggehend weg. Steve Lee hingegen war ein Mensch, der total auf dem Boden geblieben war.

Und dann stirbt er so früh! Es trifft einfach immer die Falschen.

Was verbinden Sie beim Gedanken an Steve Lee und seine Musik?

Lingenhöle: Er hatte eine unglaubliche Ausstrahlung. Gotthard wird ohne ihn nichts mehr sein. Steve Lee war es, der die Leute anzog.

Wie lange haben Sie Gotthard denn schon verfolgt?

Lingenhöle: Ein erstes Mal sah ich sie im Rheintal, noch bevor sie bekannt wurden.

Steve Lees Stimme hat mich von Anfang an fasziniert, sie und die Musik von Gotthard haben mich durch Höhen und Tiefen begleitet. Wobei ich lieber die rockigeren Songs als die Balladen hatte.

Was wird von Steve Lee und seiner Musik nach seinem Tod erhalten bleiben?

Lingenhöle: Seine faszinierende Stimme. Aber auch sein Charisma und die Art, wie er Menschen gegenübertrat: ohne jegliche Star-Allüren. Das macht es eben auch aus.

Interview: Daniel Walt