Es gibt leider keinen Stadl-Stern für die Seerugge Feger

GRAZ. «Die schönsten Jodler, die man kennt, und alle made in Switzerland», sangen und musizierten die Seerugge Feger mit unbeschwertem Selbstbewusstsein, das von ihrer Herkunft vom Seerücken rührt, und daher, dass sie von Kindsbeinen an auftreten.

Margrith Pfister-Kübler
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GRAZ. «Die schönsten Jodler, die man kennt, und alle made in Switzerland», sangen und musizierten die Seerugge Feger mit unbeschwertem Selbstbewusstsein, das von ihrer Herkunft vom Seerücken rührt, und daher, dass sie von Kindsbeinen an auftreten. Sie waren ein Höhepunkt im vierstündigen bunten Unterhaltungsprogramm bei Gastgeber Andy Borg im Silvesterstadl in der steirischen Landeshauptstadt Graz. Inmitten des grossen Staraufgebots aus Volksmusik, Pop und Schlager standen sie vor 4400 Gästen im Stadl und vor den Kameraleuten des ORF – SRF und ARD übertrugen live.

Der Griff nach Gold

«Wir haben alles gegeben, es ist richtig gut gelaufen. Jetzt müssen wir lernen, die Niederlage anzunehmen. Unsere Enttäuschung ist recht gross, denn im Wettkampf möchte man schliesslich gewinnen», sagt der 23jährige Schlagzeuger Fabian Manser – im Chor mit dem 29jährigen Tobias Manser, der seit seinem achtem Lebensjahr Blockflöte spielt. «Wir haben alles herausgequetscht», sagt der 21jährige Philipp Manser, der schon mit acht harmonische Töne aus dem Schwyzerörgeli lockte. Die Tränen sind zuvorderst, jetzt nach ihrem grossen Auftritt, der nicht ganz gebracht hat, was sie sich erhofften. Auch bei Sandro Holenstein (22), der schon mit acht Cornet spielte.

Gunst des Publikums

Die Zuschauer haben in Feierlaune abgestimmt. «Mit 38,9 Prozent Stimmen und unter grosser Gunst des Publikums sind wir auf der Strecke geblieben», sagen die Musikanten der Seerugge Feger. Der Griff nach dem goldenen «Stadlstern» blieb den Schweizern verwehrt.

Mit 46,7 Prozent der Stimmen holte sich der 18jährige Deutsche Johannes Weinberger mit «A Mann, der Polka tanzen kann» die Trophäe im Finale für junge Talente. 14,4 Prozent stimmten für die «GschwistRa» aus Kärnten mit «Griass enk Gott und Hallo».

Die jungen Talente vom Seerücken geben nicht auf. «Unsere Familien und unsere Fans sind stolz auf uns», beschreiben sie den stabilen und zuverlässigen Rückhalt und sprechen von Druckentlastung nach diesem grossen Auftritt in Graz: «Aber wir kommen wieder hoch.»

Taufe in Mettendorf

Und schon freuen sich die vier Musiker der Seerugge Feger auf die nahe Zukunft. Der nächste Auftritt findet am 10. Januar statt. Dann feiern sie ihre CD-Taufe in Mettendorf. Und im Mai werden sie beim Alpenlandfestival in Bürglen im Zentrum des Publikumsinteresses stehen.