«Es geht um typische Teenager, die so sein dürfen, wie sie sind»

Der Teeniecontest findet heute zum 20. Mal statt. Die Kreuzlingerin Shana Lenner hat die Wahl erfunden und freut sich auf die Jubiläumsshow.

Nicole D'orazio
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Shana Lenner Erfinderin Teeniecontest Kreuzlingen (Bild: pd)

Shana Lenner Erfinderin Teeniecontest Kreuzlingen (Bild: pd)

Frau Lenner, der Schweizer Teeniecontest findet heute zum 20. Mal statt. Ist es für Sie als Erfinderin der Wahl ein besonderer Abend?

Shana Lenner: Etwas Kribbeln im Bauch habe ich schon, weil es eine Jubiläumsausgabe ist. Zudem ist es das erste Mal, bei der ich überhaupt nichts machen muss und die Show einfach nur geniessen kann.

Dann stehen Sie nicht mehr auf der Bühne und sitzen auch nicht in der Jury?

Lenner: Genau. Die Moderation habe ich schon länger meiner Schwester Nathalie übergeben. Die Jury überlasse ich diesmal auch den anderen. Natürlich bin ich in die ganze Organisation und Regie im Vorfeld involviert, doch ich freue mich, einfach mal nur zuschauen zu können.

Das Finale hat die letzten vier Jahre in Kreuzlingen stattgefunden. Heute ist es in Rümlang. Warum haben Sie den Austragungsort gewechselt?

Lenner: Wir haben in Zürich angefangen und das Finale schon an verschiedenen Orten ausgetragen. Weil wir auch einige Teenager aus der Westschweiz und aus dem Tessin mit dabei haben, liegt Zürich einfach zentraler. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass wir wieder nach Kreuzlingen kommen.

Wie hat sich der Teeniecontest in den 20 Jahren verändert?

Lenner: Der Grundgedanke ist immer der gleiche geblieben. Es geht um typische Teenager, die bei uns so sein dürfen, wie sie sind. Sie zeigen eine selbstgewählte Performance, beispielsweise ihr Lieblingshobby. Und sie treten in ihren eigenen Kleidern auf. Wir machen ihnen keine Vorschriften. Mir wurde oft geraten, dass ich mit der Wahl zu Miss und Mister Teenie mehr in eine Model-Richtung gehen solle. Doch das will ich nicht. Es siegt nicht der oder die Schönste.

Hat sich die Teilnehmerzahl über die Jahre stark verändert?

Lenner: Sie hat sich eingependelt. Es bewerben sich jeweils zwischen 400 und 500 Jugendliche aus der ganzen Schweiz bei uns. Zu Beginn waren es natürlich weniger, doch so nach den ersten fünf, sechs Jahren hatten wir riesigen Zulauf.

Haben Sie Favoriten für heute abend?

Lenner: Nein. Ich finde alle zwölf Mädchen und acht Buben toll. Ich bin deswegen froh, nicht in der Jury zu sitzen.

Verändert sich der Teeniecontest in Zukunft?

Lenner: Ich werde die Organisation ganz an meine Schwester übergeben, da ich mich auf die Schauspielerei konzentrieren möchte. Nathalie wird wahrscheinlich ein paar neue und modernere Ideen einbringen.