«Es fehlt mir die Zeit»

Nachgefragt

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Zur Halbzeit der Legislatur tritt Helmut Wiegisser, Präsident der Evangelischen Kirchgemeinde Weinfelden, zurück. Nach zehn Jahren als Präsident legt er sein Amt Ende Juni nieder.

Helmut Wiegisser, warum treten Sie zurück?

Das ist zeitlich begründet: Es braucht mich im Moment bei der Arbeit sehr intensiv. Für mein Präsidentenamt fehlt mir deshalb die Zeit. Zudem sind hohe Ansprüche mit diesem Amt verbunden, die Engagement verlangen. Ich merke einfach, dass mir die Belastung zu gross wird und mir auch nicht mehr gut tut.

Sie hören mitten in der Legislatur auf, ist das ungünstig?

Nein, im Gegenteil. Falls weitere Behördenmitglieder zum Ende der Legislatur aufhören, gibt es einen gestaffelten Abgang. Wir haben aber lange darüber diskutiert, ob es sinnvoll ist, weil Eugen Schmitter, unser Kirchpfleger, altersbedingt ebenfalls aufhört.

Was sollte der neue Präsident für dieses Amt mitbringen?

Die Person sollte etwa 15 bis 20 Stellenprozent dafür aufbringen können. Sie muss Mitglied der Kirchgemeinde sein und mein Wunsch wäre es, dass ihr der christliche Glauben wichtig ist.

Wie geht es bei der Suche um die Nachfolge weiter?

Eine Arbeitsgruppe wurde mit der Nachfolgeregelung beauftragt. Ich bin aber zuversichtlich, dass eine geeignete Person gefunden wird. (sba)