«Es dürfte eine torreiche Partie geben»

Nachgefragt

Manuel Nagel
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Morgen Freitagabend spielen die NLB-Damen des FC Amriswil um 20.15 Uhr im Tellenfeld. Gegner in diesem Ostschweizer Derby ist der FC St. Gallen-Staad. Während die St. Gallerinnen nach fünf Spielen noch ungeschlagen sind und mit elf Punkten den zweiten Rang belegen, brauchen die Amriswilerinnen auf dem vorletzten Platz dringend Punktezuwachs.

Andreas Schmid, ist Ihr Team bereit für das Derby?

Ja, auch wenn unsere Personaldecke momentan sehr dünn ist. Nach einigen Abgängen ist unser Kader klein. Dazu kommen auch noch Verletzungssorgen. Laura Geering hat sich im letzten Spiel verletzt. Ich hoffe, es reicht für das Spiel morgen Freitag.

Auf was haben Sie beim Abschlusstraining gestern Mittwoch speziell geachtet?

Dass die Anspannung nicht zu hoch ist. Im taktischen Bereich war unser Thema in den letzten zwei Wochen das Umschaltspiel.

Sie waren bis vor vier Jahren Trainer bei den Damen des FC Staad. Vor dieser Saison fusionierten diese mit den FCSG-Damen. Ist es deshalb für Sie mehr als nur ein Spiel?

Natürlich ist es speziell. Vor allem deshalb, weil man noch vor zwei Jahren dieses Spiel nicht erwarten konnte. Wir spielten in der 2. Liga, Staad in der NLA, das waren drei Ligen Unterschied. Bemerkenswert ist auch, dass es in beiden Teams Spielerinnen hat, die beim jeweils anderen Team gross geworden sind. Mit den Thoma-Schwestern spielen bei St. Gallen-Staad zwei Ur-Amriswilerinnen.

Wie realistisch ist ein Punktgewinn gegen den Zweiten? In der letzten Runde spielte der FC St. Gallen-Staad bei Kloten nur 0:0, und ihr habt Kloten gleich mit 5:1 weggeputzt.

Das ist eine Momentaufnahme. Wir haben aber gegen Kloten ein gutes Spiel gezeigt. Die Teams liegen aber alle eng beieinander.

Von zwölf Teams in der NLB müssen Ende Saison gleich vier absteigen. Wie stehen die Chancen, dass die FCA-Damen in der zweithöchsten Liga des Landes bleiben?

Spielerisch können wir mithalten, aber unser Kader ist zu klein. Wir müssen in der Winterpause sicher noch über die Bücher.

Gehen Sie mit einer offensiven Taktik ins Spiel, oder was erwartet die Zuschauer morgen Abend im Tellenfeld?

Unser Spiel ist grundsätzlich offensiv ausgerichtet und wir spielen selten zu Null. Auch gegen den FC St. Gallen-Staad dürfte es eine torreiche Partie geben.

Üblicherweise finden die Matches der NLB-Damen immer am Samstag um 19 Uhr statt. Weshalb wurde dieses Spiel am Freitag angesetzt?

Am Samstagabend findet die Ostschweizer Nacht des Fussballs statt. Unsere Laura Geering sowie die Staaderin Daniela Hutter und die St. Gallerin Manuela Beer­li sind zur Wahl der besten Spielerin des Jahres nominiert. Deshalb haben die zwei Teams eine Lösung gesucht und das Spiel um einen Tag vorverschoben.

Manuel Nagel

manuel.nagel@thurgauerzeitung.ch