Erstes Kreuzlinger Generationenforum

Die Gesellschaft wird immer älter. Diese Entwicklung verlange nach neuen Wohnformen im Alter. So lautet der Tenor am ersten Kreuzlinger Generationenforum.

Kurt Peter
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Kreuzlingen. Verschiedene Arbeitsgruppen diskutierten am Samstag im Kreuzlinger «Bären» über die zukünftige Gestaltung der Seniorenpolitik, über den Wandel der Gesellschaft und über das Zusammenleben der Generationen. Veranstalterin dieses ersten Generationenforums war die Genossenschaft Alterszentrum. Die demographische Entwicklung, das war der Tenor der Veranstaltung, zwinge nicht nur Alters- und Pflegeheime zum Handeln, sondern mache neue Modelle des Zusammenlebens nötig.

Auslaufmodell Altersheim?

In einer Strategiegruppe wurde festgehalten, dass die Menschen beim Eintritt in die Heime immer älter werden.

Zudem überwiegt die Anzahl der Frauen und es werden auch immer mehr Ausländer in die Heime kommen. Die Zukunft der Institutionen sah die Gruppe deshalb in generationenübergreifenden Wohnformen mit gemeinsamen Treffpunkten und vielfältigen Angeboten. Da immer mehr Eintritte direkt in die Pflegeabteilung zu verzeichnen seien, müsse auch die Frage gestellt werden, ob Altersheime Auslaufmodelle seien.

Alters-WG als Ansatz

Allein schon der Name «Alterszentrum» wirke abschreckend, hielt die Integrationsgruppe fest. Die Betagten müssten aber mit einem guten Gefühl ins Heim kommen. Integration komme vom Zusammenleben, deshalb solle es in Zukunft mehr «Generationenhäuser» als Alters- und Pflegeheime geben.

Eine «Alters-WG», die individuelle Freiräume mit gemeinsamen Aktivitäten möglich mache, war eine von zahlreichen Lösungsansätzen. Sicherheit, Bequemlichkeit, Kontakte und das soziale Umfeld seien die Vorteile eines solchen Modells. Stadträtin Dorena Raggenbass sagte, dass eine Arbeitsgruppe ein städtisches Alterskonzept entwerfe. Die vielen am Forum eingebrachten Visionen und Ideen seien wertvoll, sagte sie abschliessend.

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