Erster Platz geht nach Deutschland

Zehn Filmer durften sich an der Prämierung des Kreuzlinger Smartphone-Film-Wettbewerbs Hoffnung machen. Gewonnen hat ein Berliner mit dem Künstlernamen «Kuesti Fraun».

Desirée Müller
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Freude bei den Filmemachern und Gewinnern des Wettbewerbs. (Bild: Desirée Müller)

Freude bei den Filmemachern und Gewinnern des Wettbewerbs. (Bild: Desirée Müller)

KREUZLINGEN. «Es wurden 16 Filme eingesendet. Wir hätten uns zwar mehr erhofft, doch ist die Qualität umso besser», sagte Stadträtin Dorena Raggenbass am Freitagabend zur Begrüssung im Jugendhaus Kreuzlingen. Die Kunstkommission der Stadt hatte erstmals einen Smartphone-Film-Wettbewerb lanciert. «Früher hatte nicht jeder die Möglichkeit zu filmen. Heute hat fast jeder ein Videohandy in der Tasche», sagte Jurymitglied und Moderator Markus Brenner. Dann liess er den ersten Film laufen.

Die Beiträge waren sehr unterschiedlich und hatten Titel wie «Lost in Trainstation», «Keine Rettung kommt zu spät» oder «Ben». Bei einigen wurde mehr Wert auf die Videokunst gelegt, bei anderen zählte der Inhalt. Luca Fischer und seine Freunde nahmen ihr Smartphone mit auf eine Berg-und-Tal-Fahrt mit ihren Longboards. «Mit einem Keil aus Styropor haben wir das Handy auf dem Brett befestigt», erzählte er. Diese Idee bescherte den Jungs den dritten Platz und 400 Franken.

Trickbetrügerin in Aktion

«Ich war überrascht, wie gut der Film wurde. Immerhin ist es nur ein Handy», erzählte der junge Filmliebhaber Peter Balicki. Sein Film erzählte auf witzige und charmante Art von einer pfiffigen Trickbetrügerin. Seine Leistung wurde mit dem zweiten Platz honoriert. Der Sieger mit dem Künstlernamen «Kuesti Fraun» aus Berlin schaffte es, das Thema zu treffen, das Publikum zum Lachen zu bringen und die Jury zu überzeugen. Der Siegerfilm besteht aus zwei kurzen Sequenzen. Unter dem Titel «Handy versus Telefon» und «Ben» knallt ein laufender Mann mit dem Handy am Ohr in eine Telefonkabine, respektive rennt ein Mann einer Strassenbahn hinterher.

«Ich finde es schade, dass ausgerechnet ein Auswärtiger gewonnen hat», sagte Johanna Wappler. «Es wäre schön, wenn der Gewinner hier wäre», fand Michelle Heinrich. «Ich hätte mich auch gefreut, wenn ein Kreuzlinger gewonnen hätte», sagte Jurymitglied Dolores Carlos-Salinas. Trotzdem habe die Jury einstimmig entschieden, dass «Kuesti Fraun» die 1000 Franken Preisgeld verdient hat.

Jungs entsorgen gerne Müll

Zu aller Freude ging der Publikumspreis an Kreuzlinger. Leonard Stucki, Jérôme Portmann und Gabriel Maeder präsentierten im Kurzfilm ihr aussergewöhnliches Hobby. Locker aus dem Handgelenk warfen sie PET-Flaschen zielgenau in Abfallkübel. «Wir treffen uns zum Müll-Entsorgen», sagte Stucki und lachte.

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