Erster Pflock für Skaterpark

ARBON. Der letzte Samstag war ein grosser Tag für die Initianten eines Skaterparks in Arbon. Sie setzten die Visiere der geplanten Anlage im Seepark. Fünf Jahre lang hatten sie auf diesen Moment hingearbeitet.

Rudolf Käser
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Mit grossem Hammer: Unter den Augen von Jacob Auer setzen die Jugendlichen die Visiere. (Bild: Rudolf Käser)

Mit grossem Hammer: Unter den Augen von Jacob Auer setzen die Jugendlichen die Visiere. (Bild: Rudolf Käser)

Erwartungsvolle Stimmung am Samstag an der Hauptversammlung des Vereins Pro Skaterpark in der Rondelle Arbon. Präsident Jürg Schmid und Aktuar Ralph Kugler vermittelten den Mitgliedern weitgehend gute Nachrichten. Nach einer fünfjährigen Phase mit Bangen und Hoffen konnte endlich das Baugesuch mit den dazugehörenden Plänen für die Skateranlage eingereicht werden. Die Anlage soll auf der Westseite des Seepark-Areals zu stehen kommen.

Jürg Schmid drückte seine Hoffnung auf Verständnis bei den bisherigen Gegnern aus. Das Projekt komme Kindern und Jugendlichen zugute.

275 000 Franken zugesichert

Die Finanzierung der Skateranlage ist für den Verein eine grosse Herausforderung. Gerechnet wird mit Kosten im Bereich von ungefähr 400 000 Franken, erklärte Schmid. Neben dem von der Stadt zugesicherten Betrag von 170 000 Franken stehen bereits weitere 105 000 Franken in Aussicht – zusammen also insgesamt 275 000.

Der Verein ist nun gefordert, die restlichen mindestens 130 000 Franken beizubringen. Dazu gehört zum einen der symbolische Verkauf des Landes, auf welchem die Skateranlage zu stehen kommen soll. Es handelt sich um rund 800 Quadratmeter. «Wir bieten Unterstützenden einen oder mehrere Quadratmeter zum Quadratmeterpreis von 50 Franken an», erklärte der Präsident.

Schmid rief in einem flammenden Appell alle Mitglieder, deren Freunde, Verwandte und Bekannte dazu auf, an der Verkaufsaktion mitzumachen. «Jetzt in die Hosen», rüttelte er die Mitglieder auf.

Komplexe Anlage

Zum Projekt selbst erwähnte der Präsident, dass es sich um eine komplexe Anlage handeln werde, was dazu führe, dass darauf spezialisierte Firmen beigezogen werden müssten. Aufgrund dieser Komplexität seien Eigenleistungen am Objekt durch Mitglieder des Vereins kaum möglich.

Hand anlegen durften die Vereinsmitglieder dafür im Anschluss an die Hauptversammlung beim Aufstellen der Bauvisiere im verschneiten Seepark. Es war ein prächtiger Wintertag. «Das ist sicher ein gutes Omen», sagte eine Teilnehmerin und lachte. Unweit des Sees hoffen die Jugendlichen, nun bald ihrem Hobby nachgehen zu können.