Erst Tiefgarage, darauf der Bushof

ARBON. In der Prioritätenliste nach hinten verschoben hat sich der Ortsbus – wenn er denn überhaupt einfährt. Der Bushof soll dennoch in einem Jahr stehen: Für die Busse der PostAuto und die Autokurse Oberthurgau.

Max Eichenberger
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Der Bushof in der neuen Stadtmitte beim Hamel soll in einem Jahr in Betrieb sein. (Bild: pd)

Der Bushof in der neuen Stadtmitte beim Hamel soll in einem Jahr in Betrieb sein. (Bild: pd)

Die Inbetriebnahme des Bushofes vor Ablauf des nächsten Jahres sei das erklärte Ziel und «auch realistisch», verkündet Stadtpräsident Andreas Balg. Dort ist jedoch zunächst die HRS am Zug. Denn HRS erstellt beim Hamel, auf der Nordseite des Gebäudes, die Tiefgarage. Mit den Vorarbeiten ist begonnen worden. Auf dem Dach der Tiefgarage wird dann der Bushof zu stehen kommen.

Vorerst 72 Plätze

Um eine Einsprache zu bereinigen, hatte die Einfahrt zur Tiefgarage noch angepasst werden müssen. Einige Plätze im neuen U-Parking sind für die öffentliche Nutzung vorgesehen. Dazu hatte sich HRS verpflichtet. Insgesamt erstellt HRS 72 Plätze.

Die Tiefgarage ist aber so konzipiert, dass sie zukünftig auf 300 Plätze erweitert werden kann. Dann nämlich, wenn die Vögele Immobilien AG ihre Planabsichten umsetzt und angrenzend gegen die St. Gallerstrasse hin das Areal mit dem ehemaligen Oscar Weber / Jelmoli (Ochsner Sport) neu überbaut. Auch der Klarahof soll in diesen Perimeter einbezogen werden.

Anteil Stadt: 388 000 Franken

In einem Jahr nun soll mit dem Bushof die neue Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs in Arbon in Funktion sein. 1,406 Millionen Franken soll er kosten. Die Kosten werden – so war ausgehandelt worden – zum grössten Teil im Rahmen des Kantonsstrassen-Bauprojektes (NLK) finanziert. Über die NLK und das Agglomerationsprogramm des Bundes wird zudem die Ausstattung und Möblierung finanziert (Bänke, Veloständer, Billettautomat). Der Stadt Arbon verbleibt ein Anteil von 388 000 Franken für das Perrondach. Diese Kosten hat das Arboner Stadtparlament schon 2014 genehmigt.

Vollausbau auch ohne Ortsbus

Obwohl der Arboner Ortsbus – zumindest vorläufig – nicht kommt und dort nur die Busse der PostAuto AG und der Autokurse Oberthurgau ein- und ausfahren werden, wird der Bushof mit einer Perronlänge von 87 Meter im Vollausbau erstellt – und damit grosszügig dimensioniert. Man ist so gerüstet, wenn der Ortsbus dereinst einmal politisch (sprich finanzierbar) und konzeptionell reif sein wird. Die Kapazität ist daraufhin ausgerichtet: Theoretisch jedenfalls können nämlich an den Perrons acht Regional- und Ortsbusse gleichzeitig halten. Anderseits, hat man bei der Stadt betont, hätten die inzwischen vorgenommenen Angebotsergänzungen von PostAuto und AOT durchaus auch Ortsbusqualität.

Schnelle Umstiege

Wichtiges Element der neuen Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs in der neuen Stadtmitte wird die kurze Verbindung zum Bahnhof sein. Die Fussgängerunterführung der Gleise wird jetzt direkt in den Hamel hinein weitergeführt. Dies gewährleistet optimale Umsteigebeziehungen. Denn im Hamel selber gibt es öffentliche Durchgänge. Im Herbst soll der Hamel-Umbau abgeschlossen werden können.

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