Erneuter Millionenüberschuss für die Stadt Kreuzlingen

KREUZLINGEN. Bereits zum achtenmal in Folge präsentiert die Stadt Kreuzlingen einen Rechnungsüberschuss von mindestens zwei Millionen Franken. «Es ist wieder ein sehr erfreuliches Ergebnis», beschreibt es Stadtammann Andreas Netzle.

Urs Brüschweiler
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KREUZLINGEN. Bereits zum achtenmal in Folge präsentiert die Stadt Kreuzlingen einen Rechnungsüberschuss von mindestens zwei Millionen Franken. «Es ist wieder ein sehr erfreuliches Ergebnis», beschreibt es Stadtammann Andreas Netzle. Knapp drei Millionen Franken hat die Verwaltung 2014 mehr eingenommen als ausgegeben. Eigentlich beläuft sich der Gesamterfolg sogar auf 8,1 Millionen Franken. Denn die Vorfinanzierung für den Bau der Schwimmhalle über 4,5 Millionen und 600 000 Franken Rückstellungen für die Sanierung der Pensionskasse Comunitas werden vorläufig nicht mehr benötigt und sollen aufgelöst werden. Wobei der Stadtammann– vor allem mit Blick auf die Schwimmhalle – einschränkt: «Das heisst nicht, dass gar nichts mehr kommt. Wir halten uns einfach an buchhalterische Vorschriften. Aber wenn der Gemeinderat will, kann er die Vorfinanzierung auch so stehenlassen.» Der Kreuzlinger Gemeinderat wird am 7. Mai über die Rechnung befinden.

Firmenanteil an Steuern steigt

Budgetiert hatte die Stadt Kreuzlingen für 2014 nur einen kleinen Überschuss von 100 000 Franken. Deutlich besser als erwartet, fielen die Steuereinnahmen aus. «Die Steuern sprudeln weiter», beschrieb das Finanzchef Thomas Knupp. Statt wie vorgesehen 33,8 Millionen Franken, konnte das Steueramt im vergangenen Jahr sogar 36 Millionen Franken einkassieren. Die Steuerkraft der über 21 000 Einwohner wuchs um satte 12 Prozent auf 2289 Franken an, womit man deutlich über dem kantonalen Schnitt liegt. Als Zeichen, dass es auch der Kreuzlinger Wirtschaft rund läuft, wertete Andreas Netzle den Anstieg der Steuern von Firmen und Unternehmen. Ihr Anteil an den gesamten städtischen Steuereinnahmen wuchs von 15 auf 18 Prozent, was 6,3 Millionen Franken entspricht. Eine Punktlandung gemäss Budget habe man bei den Sozialhilfekosten erreicht, allerdings sind auch die Zuschüsse aus dem kantonalen Soziallastenausgleich gestiegen.

Geringe Investitionen

«Nicht zufrieden sind wir mit den geringen Investitionen, die wir 2014 getätigt haben», sagte Netzle. Lediglich 3,8 Millionen statt der geplanten 9,5 Millionen Franken wurden investiert. Bushof und Schwimmhalle lehnte das Volk ab, andere Projekte sind noch nicht reif. «Das soll dieses Jahr besser werden.» Entsprechend stieg das Nettovermögen der Stadt weiter an. Nach neuer Methode der Rechnungslegung (HRM2) beläuft es sich nun auf 36 Millionen Franken.

«Nicht investieren ist ein Fehler»

«Der Haushalt der Stadt ist kerngesund. Wenn man jetzt nicht investiert, macht man einen Fehler», sagt Netzle mit Blick auf das Stadthausprojekt. Man habe die Mittel und auch die Zinssituation sei dafür so gut wie noch nie. Auch der Steuerfuss von 70 Prozent ist ein Thema. Drei Millionen Franken Überschuss entsprechen rund sechs Steuerprozenten. «Wir arbeiten derzeit intensiv am Finanzplan 2016 bis 2019», sagt Netzle.

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