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ERMATINGEN: Sie wollen den Besten

Die Parteien ziehen bei der Suche nach einem Nachfolger für den zurücktretenden Gemeindepräsidenten Martin Stuber an einem Strick. Sie bündeln die Bewerbungen und selektionieren vor.
Martina Eggenberger Lenz
Urs Giezendanner, FDP, Peter Dransfeld, SP, Fanny Herzog, FDP, Thomas Ribi, SVP, und Benjamin Kasper, SVP, bestimmen mit, wer einst auf dem Stuhl des Gemeindepräsidenten Platz nehmen darf. (Bild: Andrea Stalder)

Urs Giezendanner, FDP, Peter Dransfeld, SP, Fanny Herzog, FDP, Thomas Ribi, SVP, und Benjamin Kasper, SVP, bestimmen mit, wer einst auf dem Stuhl des Gemeindepräsidenten Platz nehmen darf. (Bild: Andrea Stalder)

Martina Eggenberger Lenz

martina.eggenberger@

thurgauerzeitung.ch

Die Gemeindepräsidenten-Wahl soll geordnet ablaufen. Und die Ermatinger wünschen sich eine Auswahl an valablen Kandidaten. Da sind sich die Parteienvertreter einig. Sie haben sich deshalb zusammengetan und die Interpartei aktiviert, um die Nachfolge von Martin Stuber sauber zu regeln. Bis zum ersten Wahlgang im Februar 2019 ist es zwar fast noch ein Jahr. Doch die Ermatinger wurden frühzeitig aktiv. Bereits letzten Herbst trafen sich die Exponenten der FDP, SVP, CVP und SP erstmals zu einer Sitzung. Ende dieses Monats schalten sie nun das Stelleninserat, das sie zusammen ausgearbeitet haben, in den Thurgauer Medien. Die Bewerbungen werden beim Vorsitzenden der Interpartei, Urs Giezendanner, gesammelt. Bei ihm können sich Interessenten auch diskret über die Rahmenbedingungen informieren. Das Gremium sichtet die Unterlagen später und trifft eine Vorauswahl. «Wobei wir alle Kandidaten, welche die Anforderungen erfüllen, vorschlagen werden», erklärt Peter Dransfeld. Ausgeschlossen würden nur die Nichtwählbaren. Im Idealfall könnten so vier bis fünf Personen in den Wahlkampf steigen.

Präsident kann sich auf die Strategie konzentrieren

«Dadurch, dass die Interpartei die Kandidatensuche begleitet, haben alle die gleichen Bedingungen», erklärt Fanny Herzog das Vorgehen. Vorgängig mussten die Beteiligten noch das Anforderungsprofil definieren. «Es ist ja mit der Revision der Gemeindeordnung nicht mehr das gleiche wie aktuell. Der Gemeindepräsident konzentriert sich in Zukunft auf die strategische Führung der Gemeinde», sagt Thomas Ribi. Man wolle am Vollamt festhalten. Es sei aber auch denkbar, dass jemand mit einem 80-Prozent-Pensum übernimmt.

Benjamin Kasper erwähnt, dass der neue Präsident die Gemeinde in vielen regionalen Gremien vertreten wird. «Wir suchen eine ausgewiesene Führungskraft, die sich auf dem politischen Parkett gut bewegen kann», ergänzt Ribi. Ob die Person aus dem Dorf, dem Thurgau oder einem anderen Kanton stamme, sei nicht entscheidend. Ebenso sei man in punkto Geschlecht, Alter und Parteizugehörigkeit offen. «Wir wollen einfach den Besten», betont Giezendanner.

Dass Ermatingen attraktiv genug ist, davon sind alle überzeugt. Die Gemeinde sei touristisch, wirtschaftlich und steuertechnisch interessant, die Zusammenarbeit im Gemeinderat sei gut, es gebe aktuell spannende Projekte wie die Stedi oder den Radweg. «Wir sind kein Schlafdorf und wir haben die beste Fasnacht», witzelt Dransfeld. Sie selber hätten übrigens alle keine Ambitionen auf das Amt, stellen die Vertreter der Interpartei klar. Man habe bislang auch noch keine Kenntnis von möglichen Kandidaturen.

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