ERMATINGEN: Sanierung ist teurer

Wegen der Mehrkosten von 180000 Franken für die Renovierung der Kaplanei Mannenbach gab es rote Köpfe.

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Die Kaplanei in Mannenbach ist eingerüstet. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Die Kaplanei in Mannenbach ist eingerüstet. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Rappelvoll war der Gemeinderaum des Pfarrhauses an der Rechnungsversammlung der Katholischen Kirchgemeinde Ermatingen am Dienstag: 44 von 875 Kirchbürgern waren gekommen. Im Zentrum stand der Zusatzkredit von 180000 Franken für die Renovierung der Kaplanei Mannenbach. Der Kredit von 1,1 Millionen Franken reicht nicht aus. Die Kostenerwartung liegt neu bei 1,28 Millionen. Informiert über die nicht vorhersehbaren Kosten (Dach, Türen) wurde im Februar an einer Infoveranstaltung und bei Besichtigungen.

«Das Projekt wurde vom Kirchenrat geprüft und abgesegnet, die sollten doch Erfahrung haben», sagte ein Votant. Kritisch hinterfragt wurde das Kostenbewusstsein. Stimmbürger Lorenz Wick stellte den Antrag auf Streichung von 30000 Franken Architektenhonorar und sprach von unprofessioneller Arbeit. «Die Architekten haben bei weitem nicht alle Stunden verrechnet», korrigierte Hermann Dähler. Hilfe gabs von weiteren Votanten, die betonten, dass die Architekten Koryphäen seien. Die Schlussrechnung sei dann sicher 16 Prozent höher, meinte Wick. «Diese Kosten stimmen, sonst zahle ich selber drauf», widersprach Dähler. Der Antrag wurde abgelehnt, der Nachtragskredit hingegen bei einer Gegenstimme genehmigt. Auch für den Zusatzkredit von 45000 Franken für einen Autounterstand gabs grünes Licht.

Die Rechnung 2016 schliesst positiv ab

Klare Zustimmung gabs für die Rechnung. Für 2016 war ein Minus von 31732 Franken budgetiert. Dank guter Steuereinnahmen und löblicher Ausgabendisziplin wurde ein Gewinn von 83477 Franken ausgewiesen. 71477 Franken werden ins Eigenkapital übertragen und 12000 dienen als Vorfinanzierung für die Anpassung der Software an das «ökFibu-Leistungspaket» der Landeskirchen Thurgau. Geehrt wurde Theresia Götsch für ihren Einsatz während 18 Jahren: zuerst als Beisitzerin, ab 2005 als Präsidentin ad interim und ab 2006 als Präsidentin.

Margrith Pfister-Kübler

kreuzlingen

@thurgauerzeitung.ch