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ERMATINGEN: Pfadi sucht dringend neue Leiter

Die PTA Summervogel hat nur noch drei Leiter. Damit die Kinder mit Behinderung auch künftig Pfadi-Aktivitäten erleben können, braucht die Abteilung schnell Unterstützung.
Nicole D'orazio
Gemeinsam wird eine Blache geputzt. Auch das gehört zum Pfadi-Leben. (Bild: PD)

Gemeinsam wird eine Blache geputzt. Auch das gehört zum Pfadi-Leben. (Bild: PD)

Einmal monatlich geht es in den Wald, und einmal gibt es eine Aktivität rund um das Pfadiheim in Triboltingen. Die Pfadi trotz allem (PTA) Summervogel bietet Kindern und Jugendlichen mit einer Behinderung zwischen 8 und 17 Jahren an zwei Samstagen pro Monat Pfadi-Aktivitäten an – ohne Eltern. Das kommt an. Rund zehn Teilnehmer mit einer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung nehmen jeweils teil. «Die Kinder haben grosse Freude am Pfadi-Erlebnis und sind motiviert», sagt Patrick Allemann, Präsident des Trägervereins der PTA Summervogel. Das Problem sei, dass der Abteilung die Leiter ausgehen. Drei hätten kürzlich aus beruflichen Gründen aufhören müssen, womit nur noch die beiden Abteilungsleiterinnen und eine weitere Person übrig seien. «Das sind leider zu wenige, um die Kinder gut zu betreuen. Wir suchen dringend nach neuen Leitern.»

In den anderen Pfadi-Abteilungen bestünde das Problem weniger, sagt Allemann. Denn da kämen die neuen Leiter jeweils aus den eigenen Reihen. Die Jungen kämen nach und übernähmen immer mehr Verantwortung. «Das geht bei uns eben nicht.»

Berührungsängste sind völlig unbegründet

Allemann ist sich bewusst, dass es Behinderten gegenüber gewisse Berührungsängste gibt. «Diese sind aber völlig unbegründet. Die Kinder und Jugendlichen sind einfach etwas langsamer und benötigen etwas mehr Betreuung als Pfadfinder ohne eine Beeinträchtigung.» Es seien zum Beispiel Kinder dabei, die im Rollstuhl sitzen oder das Down Syndrom haben. Sitze ein Kind im Rollstuhl, würden es teilweise auch andere Teilnehmer schieben, nicht nur die Leiter.

Als Aufsichtspersonen kämen Jugendliche und junge Erwachsene ab 14 Jahre bis Mitte 20 in Frage, sagt Allemann. «Man muss keine besondere soziale Ausbildung haben und auch nicht schon in der Pfadi sein.» Nötig seien einfach Begeisterung, der Wille und die Lust mit Behinderten zu arbeiten sowie das Bewusstsein, auch mal nass und dreckig zu werden. «In der Pfadi ist man eben draussen.»

Ohne Hilfe wird Programm runtergefahren

Neue Leiter müssten nicht zwingend bei beiden Aktivitäten im Monat anwesend sein, sondern könnten auch nur einmal mitmachen und bei der Vorbereitung helfen. «Die PTA ist zudem politisch und religiös neutral. Bei uns sind alle willkommen», betont Allemann. Zu den monatlichen Aktivitäten gehören auch ein zweitägiges Pfingst- und ein Sommerlager, das eine Woche dauert. «Man kann unverbindlich schnuppern.» Die Pfadi habe in den letzten drei Jahren wieder einen höheren Zulauf. «Wir hoffen, davon profitieren zu können, und dass sich einige Interessenten bei uns melden.» Sonst müsse man das Angebot runterfahren oder im schlimmsten Fall sogar einstellen. «Wir hoffen aber nicht, dass es dazu kommt.»

Weitere Infos und Kontakt:

www.pta-summervogel.ch

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