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ERMATINGEN: Einzigartig wie ein Einhorn

Das Groppenkomitee ist froh, dass sich wieder vermehrt jüngere Fasnachtsfreunde am Wagenbau beteiligen. Die Sujets am diesjährigen Umzug werden mit hohem Aufwand und viel Liebe zum Detail realisiert. Zu bestaunen sind sie nur einmal.
Urs Brüschweiler

Urs Brüschweiler

urs.brueschweiler@thurgauerzeitung.ch

Ein mächtiges Einhorn äugt aus der Scheune. Auf dem Zelglihof ob Ermatingen laufen die Vorbereitungen für die letzte Fasnacht der Welt. Fertig gebaut ist das riesige Fabelwesen noch nicht, es braucht noch einige fleissige Hände. Am grossen Groppenumzug am 11. März soll es dann auf einer Wolke über die Strasse schweben und die Zuschauer begeistern. Martin Koch und Stefan Winiger sind Mitglieder im Groppenkomitee, welches die ganze Fasnacht auf die Beine stellt. Sie gehören auch zu der neu formierten Wagenbaugruppe, welche sich aus Freunden und Kollegen vom Fussball- und Unihockeyclub gebildet hat. Begonnen haben sie im Herbst mit der Sujetauswahl. «Als erstes haben wir dann ein altes Auto gekauft», sagt Stefan Winiger. Ein alter Renault ohne Türen dient als fahrbarer Untersatz des Einhorns. Improvisation muss sein. Handwerklich besonders begabt sind die meisten der Gruppe nach eigener Aussage nämlich nicht. «Aber die Suche nach Lösungen macht Spass», sagt Martin Koch. Bei komplexen Fragestellungen, wie der Gestaltung des Pferdekopfes, erhält die Truppe Unterstützung von einem Profi oder von erfahrenen Wagenbauern.

Die stetige Verjüngung sichert die Tradition

Für Obergropp Rico Thurnheer ist es ein positives Zeichen, dass er dieses Jahr auf eine neu formierte Wagenbauer-Gruppe zählen darf. Nach dem letzten Umzug hatte sich ein Team aufgelöst. Es fehlte der Nachwuchs. Die stetige Verjüngung und Auffrischung der Baugruppen sei dem Komitee ein Anliegen, damit diese schöne Ermatinger Tradition erhalten bleibt. Aktuell zeichneten sich auch in einigen der anderen der insgesamt acht Gruppen Generationenwechsel ab. Thurnheer spricht daher gar von einer Renaissance der Wagenbauer.

Beim Groppenumzug gelten denn auch höchste Ansprüche. «Wir wollen nicht Sujets zeigen, die überall zu sehen sind.» Auswärtige Teilnehmer werden zurückhaltend eingeladen. Einmalige, im Dorf gebaute Wagen, stehen im Fokus: Fischerei-Motive, satirische Prachtwagen oder eben farbenfrohe Frühlings- und Fantasie-Sujets. Zugfahrzeuge müssen im Wagen integriert sein.

Die SLRG-Gruppe baut unter dem Motto «Switzerland First» ein riesiges Matterhorn mit einer begehbaren Kapellbrücke. Und die traditionelle Fischküche ist heuer mit zwei Meter grossen Seepferdchen bestückt. Wo man in Ermatingen derzeit an einen Bauplatz kommt: Die Kreativität der begeisterten Wagenbauer kennt fast keine Grenzen.

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