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ERMATINGEN: Drei Legislaturen sind genug

Martin Stuber tritt Ende Mai 2019 als Gemeindepräsident ab. Diesen Entschluss hat er schon länger gefasst. Die Interpartei ist nun daran, die Suche nach einem Nachfolger aufzugleisen.
Nicole D’orazio

Nicole D’Orazio

nicole.dorazio

@thurgauerzeitung.ch

Mit 63 möchte er nochmals etwas Neues in Angriff nehmen. Martin Stuber tritt im Frühjahr 2019 nicht mehr zu den Gesamterneuerungswahlen für die Gemeindebehörden an, und gibt dann sein Amt als Gemeindepräsident von Ermatingen nach drei Amtsperioden ab. «Diesen Entschluss habe ich schon länger gefasst und intern auch schon eineinhalb Jahre nach meiner Wiederwahl kommuniziert, damit man genügen Zeit hat, einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin zu suchen», sagt der 61-Jährige. Den Gemeinderat hat er noch früher informiert, und auch für die Bevölkerung sollte sein Rücktritt nicht überraschend kommen. «Ich habe an Gemeindeversammlungen schon die eine oder andere Bemerkung gemacht.»

28 Jahre lang an der Spitze einer Gemeinde

Frühzeitig pensionieren lassen möchte er sich aber noch nicht. «Gerne würde ich Teilzeit weiterarbeiten», sagt Stuber. Was das für eine Stelle sein kann, lässt er völlig offen. «Ab Ende Jahr werde ich mir diesbezüglich Gedanken machen.» Er fände es schön, wenn jemand von seiner grossen politischen Erfahrung profitieren könnte. «Im Mai 2019 bin ich 12 Jahre Gemeindepräsident von Ermatingen. Davor war ich 16 Jahre lang Ammann in Märstetten und 12 Jahre Gemeindeschreiber.» In Ermatingen, dem für ihn schönsten Ort im Thurgau, möchte der gelernte Kaufmann wohnhaft bleiben. Er wolle daher eher keinen Job, der einen Umzug bedingen würde, annehmen. Das Projekt für die Sanierung der Stedi werde über seine Amtszeit hinaus laufen. «Aber das wird kein Problem sein. Ein Planerteam ist an der Arbeit.» Zusammen mit Stuber hören die Gemeinderäte Barbara Dössegger und Reto Sturzenegger auf.

Parteien wollen gemeinsam Kandidaten suchen

Die Interpartei, bestehend aus SP, CVP, FDP und SVP, hat bereits die Arbeit aufgenommen. «Wir haben uns zusammengesetzt und uns darauf geeinigt, die Stelle gemeinsam auszuschreiben und nach möglichen Kandidaten zu suchen», sagt Urs Giezendanner von der FDP stellvertretend. «Wir haben frühzeitig begonnen, damit wir passende Personen finden. Die Wahlen sind ja erst in eineinhalb Jahren.» Man wolle den besten Kandidaten, sagt er. «Gut möglich, dass die Parteien dann jeweils jemand anderen als Besten erachten», meint er. «Es könnten am Schluss zwei bis drei Kandidaten sein. Natürlich nicht nur solche, die die Interpartei ausgesucht hat.» Aber das solle so sein, man wolle den Stimmbürgern eine richtige Auswahl ermöglichen, sagt Giezendanner. Erste Namen gebe es noch nicht.

Noch nicht definitiv sei, wie hoch das Pensum des künftigen Gemeindepräsidenten sein wird. «Derzeit sind es 100 Prozent. Im November wird die Gemeindeversammlung jedoch über die neue Gemeindeordnung abstimmen.» In dieser ist ein kleineres Pensum vorgesehen. «Wir werden sehen.»

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