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ERMATINGEN: Diktator Stuber gibt Widerstand auf

Obergropp Rico Thurnheer entmachtete am Freitag kurzerhand den Gemeindepräsidenten und dessen Rathaus-Gefolge.
Obergropp Rico Thurnheer nimmt von Gemeindepräsident Martin Stuber den Rathausschlüssel entgegen. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Obergropp Rico Thurnheer nimmt von Gemeindepräsident Martin Stuber den Rathausschlüssel entgegen. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Es waren die Töne des Panikorchesters Ermatingen, die gestern Freitagvormittag dem gewohnten Schulalltag ein abruptes Ende bescherten. Für die Kinder hiess es: Schulbefreiung! Hinaus, hinaus auf den Pausenplatz, Konfettischlacht. Und das mit viel Gejohle und Freude. Der bereitliegende, bunt geschmückte Narrenbaum, rund 15 Meter lang, bekam plötzlich gegen 50 Füsse. Die Buben und Mädchen trugen ihn auf ihren Schultern zum Rathaus. Dort gab es den ersten Halt vor dem Narrenbaumstellen.

Null-Energie im Rathaus und dubiöse Freunde

Mit gesenktem, aber keineswegs unterwürfigem Haupt, trat Gemeindepräsident Martin Stuber mit seinem Gefolge dann aus dem Rathaus. Alle trugen einen gelben Energieblitz als Schutz vor der Brust. «Null-Energie-Haus» war in grossen Lettern zu lesen. Skeptisch beäugte der Gemeindepräsident Obergropp Rico Thurnheer bei dessen Putschversuch. Martin Stuber zeigte Nehmerqualitäten, um die geistigen Blitze von Obergropp Rico Thurnheer auszuhalten, der sagte: «Wenig geschätzter Diktator.» Und dann forderte er Stuber zur Aufgabe des Widerstands auf. Doch der aus dem Amt gedrängte Gemeindepräsident liess sich nicht so schnell unterkriegen, schliesslich habe er sich mit Kim aus Nordkorea und dem Türken Erdogan beraten. Schliesslich übergab Stuber dem Obergropp dann doch den Schlüssel zum Machtzentrum der Gemeinde. Danach ging es vom Null-Energiehaus Rathaus zum Energiezentrum Bahnhof, wo der Narrenbaum gestellt wurde mit lautstarker schaurig-schöner Unterstützung des Panik-Orchesters und des Narrenvolkes.

Margrith Pfister-Kübler

kreuzlingen@thurgauerzeitung.ch

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