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ERMATINGEN: Blasmusik in der Kirche

Erfrischend, anspruchsvoll und rasant: Die Musikgesellschaft und die Bläserklasse begeisterten am Sonntagabend mit ihrem Konzert.
Die Bläserklasse Ermatingen spielt vor. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Die Bläserklasse Ermatingen spielt vor. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Sie überraschten einmal mehr. Man hätte sich auch gewundert, wenn man nicht wüsste, dass die Musikgesellschaft Ermatingen mit Präsidentin Ursula April und dem dynamischen Dirigenten Stefan Hundertpfund auf der Leistungsskala immer höher hinaus will. Die Kirchenglocken läuteten am frühen Sonntagabend zum Empfang des Publikums. Und man sah es der Präsidentin bei ihren Begrüssungsworten an: Sie war unendlich stolz darauf, dass die vor 15 Monaten gestartete Bläserklasse Ermatingen – mit unterschiedlichsten Voraussetzungen, von null Notenkenntnissen bis zu ersten Instrumental-Erfahrungen – bereits am Jahreskonzert auftreten kann. Und dies mit mutiger Programmwahl. Mit diesem musikalischen sozial-integrativen Background haben die Ermatinger Pionierarbeit geleistet. «Damit ist für mich ein grosser Traum in Erfüllung gegangen», strahlte die Präsidentin und Klarinettistin Ursula April.

Die Bläserklasse, deren Schüler längst keine musikalischen Grünschnäbel mehr sind, spielten sich mit «Barbara-Ann» subito in die Herzen des Publikums. Bei der Zugabe «Kumbaya my Lord» sollte das Publikum mitsingen. Ob dieses aus Rücksicht auf die Bläserklasse so leise sang, war nicht auszumachen. Mit Übertönen war da nichts. Bevor es weiterging mit der Traditions-Musikgesellschaft, verwoben die Moderatoren Sarah Roth und Lukas Kirner, beide talentierte Alt-Saxophon-Spieler, mit ihren Hintergrundinformationen die einzelnen Auftritte. Werke von Georg Philipp Telemann bis «My First Love», mit Walter Seemann als Solist am Eufonium, boten eine musikalische Welt voller Überraschungen. Der Applaus nahm eine neue Dimension an beim Marsch des Infanterie Regiments 83, der einst vom Kommandanten Oberst Bruno Herzer bei Komponist Ernst Lüthold in Auftrag gegeben worden ist. Die in Ermatingen wohnhafte Eveline Herzer, Tochter des verstorbenen Bruno Herzer, sass im Publikum: Sie hat der Musikgesellschaft die Noten gespendet. «Sie haben berührend gespielt. Wunderbar», sagte sie.

Sarah Roth gab am Saxofon den Elvis

Dann erklang «Can’t help falling in Love». «Unser Elvis Presley ist Sarah Roth», wurde das Saxofon-Solo von Sarah Roth angekündigt. Sie erwies sich mit hoher musikalischer Sensibilität Presley-würdig. Genüsslich rhythmisch mit Tango, Jazz und Swing, «Music from Chicago» bis «Patria» wurden die musikalische Vielfalt in Szene gesetzt. Nach der ersten Zugabe forderte das begeisterte Publikum weitere.

Margrith Pfister-Kübler

kreuzlingen

@thurgauerzeitung.ch

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