ERMATINGEN: Bei der «Schifflände» sind die Bagger im Einsatz

In den Häusern Felchen und Chretzer gibt es 17 Eigentumswohnungen. Sie stehen auf 190 Pfählen.

Drucken
Teilen

«Dies ist kein Spatenstich, sondern wir machen einen Neuanfang, indem wir Altes abreissen», erklärte Beat Seger, VR-Präsident der Construco Liegenschaften AG und Construco AG bei der Begrüssung letzte Woche beim Standort der Überbauung Schifflände. «Den Spaten stechen wir dann in wenigen Wochen in den Boden. Wir müssen uns hier so nahe am See der Natur unterwerfen. Das heisst, der Grundwasserspiegel bestimmt, wann wir bauen können.»

Künftige Wohnungsbesitzer, einstige Grundeigentümer, Architekten bis zu den Handwerkern nahmen am historischen Akt teil. Beat Seger und dessen Bruder Dani Seger – Delegierter des Verwaltungsrates und Bauführer – strahlten vor Dankbarkeit, denn ihr Unternehmen wächst, schafft Arbeitsplätze und Wohnraum: «Und unsere Eltern Erika und Reini Seger feiern heute ihren 55. Hochzeitstag.» Darauf ertönte herzlicher Gratulationsapplaus. Dankesworte gab es zuhauf, auch an den Architekten Eddi Singer, der in der vier Jahre dauernden Planungszeit durchhielt, auf eigenes Risiko.

Wegen des Grundwassers sind Pfähle nötig

Von 17 Wohnungen in den Gebäuden Felchen und Chretzer sind 12 verkauft. Am Schluss werden bis zu 50 Unternehmen am Bauvorhaben Schifflände beteiligt gewesen sein. «Wir verlassen uns auf Spezialisten aus der Region, die für ihre Qualität vor Ort geradestehen», sagte Beat Seger. Die Gebäude werden auf insgesamt 190 Stahlpfählen stehen, nicht wegen drohenden Hochwassers, sondern wegen des Grundwassers. Für die Erdsonden sind sechs Bohrungen nötig.

10000 Kubikmeter umbauter Raum werden erstellt mit einer Bruttogeschossfläche von 2400 Quadratmetern. Das Gesamtanlagevolumen liegt bei rund 13,5 Millionen Franken. Bezug der Wohnungen: Ende 2019/ Frühling 2020. (red)