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ERLEN: Zweimal um die Welt gerannt

Fredy Wirth ist begeisterter Läufer und hat kürzlich seinen 44. Frauenfelder absolviert. Zwischen Politik und Ausdauersport sieht der 68-Jährige, der schon über 80000 Kilometer in den Beinen hat, viele Parallelen.
Marie-Theres Brühwiler

Marie-Theres Brühwiler

bischofszell@thurgauerzeitung.ch

«Ohne gute Vorbereitung geht es weder in der Politik noch im Sport», ist Fredy Wirth überzeugt. Der 68-Jährige weiss wovon er spricht. Über 300 Waffenläufe, unzählige Marathons und Halbmarathons hat der ehemalige Export-Verkaufsleiter schon hinter sich und seine ersten Erfahrungen in einer Behörde hat er bereits vor 37 Jahren gemacht.

Ein Ziel vor Augen haben, dieses mit Konsequenz verfolgen, aber trotzdem flexibel reagieren, sei in beiden Rollen wichtig, weiss der Präsident der Evangelischen Kirchgemeinde Erlen.

80000 Kilometer zu Fuss und 100000 auf dem Rad

«Laufen tut Körper und Seele gut und vermittelt erst noch ein gutes Gefühl», verrät der begeisterte Sportler, der schon mehr als 80000 Kilometer in den Beinen hat und demzufolge die Welt distanzmässig schon zweimal zu Fuss umrundet hat. Abnützungserscheinungen kennt Fredy Wirth trotzdem weder körperlich noch mental. «Ich fühle mich während und nach dem Sport rundum wohl und meine Begeisterung ist nach wie vor gross.»

Es ist deshalb nicht weiter verwunderlich, dass er nicht, wie viele andere mit fortgeschrittenem Alter langsamer wird, sondern in den letzten Jahren seine Zeiten halten oder sogar noch leicht verbessern konnte. Dies hängt aber nicht nur mit seinem gezielten Training, für das er seit der Pensionierung noch mehr Zeit investieren kann und über welches er minutiös Buch führt, sondern auch mit der Ernährung zusammen. «Seit ich weiss, dass ich Zöliakie habe und mich entsprechend ernähre, habe ich deutlich mehr Energie», erklärt Fredy Wirth, der im Alter von 55 Jahren mit der beachtlichen Zeit von einer Stunde und 30 Minuten den Winterthurer Halbmarathon in seiner Altersklasse gewann und im Waffenlauf in seiner Kategorie zu den zehn Besten des Landes zählt. Diesen Monat hat er zum 44. Mal am «Frauenfelder» teilgenommen und die Jahresmeisterschaft zum neunten Mal in Folge unter den besten Sechs und damit mit Diplom beendet.

Jungfrau-Marathon am schönsten

An vielen Rennen ist das Mitglied von «Run Fit Thurgau» Stammgast. Einmal im Jahr sucht er sich einen ganz speziellen Lauf aus. Diesen erfolgreich zu absolvieren, Aussergewöhnliches zu leisten und eine neue Gegend zu entdecken, sei stets mit vielen Emotionen verbunden. Angesprochen auf den bisher schönsten Lauf muss er nicht lange überlegen. «Der Jungfrau-Marathon mit Eiger Mönch und Jungfrau im Hintergrund und dem Ziel auf der Kleinen Scheidegg zählt zu meinen Höhepunkten.» Die 42,195 Kilometer und 1829 Höhenmeter hat Fredy Wirth in der Zeit von vier Stunden, 55 Minuten und 33 Sekunden zurückgelegt. In den Sommermonaten lässt er das Laufen für eine Weile sein und beweist stattdessen auf dem Rennrad seinen langen Atem. «Unter 100 Tageskilometer fange ich gar nicht erst an», lacht er und rechnet vor, dass er auch auf dem Velo schon mindestens 100000 Kilometer zurückgelegt hat. In den Monaten Dezember und Januar gönnt er seinem Körper dann sogar eine komplette Pause. «Wer wie ich über so viele Jahre verletzungsfrei durchkommen will, braucht eine gute Konstellation, ein feines Gespür für den eigenen Körper und Glück.»

Einem Jüngeren Platz machen

Fredy Wirth war auch im Redaktionsteam des Thurgauer Freisinns engagiert, beendet seine Tätigkeit jedoch Ende 2017. «Ich möchte einem Jüngeren Platz machen», sagt das langjährige FDP-Mitglied. Im Laufsport will er dies noch lange nicht. «Solange ich gesund bin und so viel Freude habe, bleibe ich dabei.» Und auch als Kirchgemeindepräsident will Fredy Wirth noch einige Jährchen anhängen. «Das ist ein guter Ausgleich zum Sport.» Früher sah es das langjährige Mitglied der Schulvorsteherschaft von Erlen umgekehrt. «Je grösser die Beanspruchung im Job war, je wichtiger war das Laufen für mich. Gerade in schwierigen Fragen kam ich oft beim Joggen auf die beste Lösung.»

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