ERLEN: Politprominenz kommt

Morgen treffen sich im Mehrzwecksaal die Thurgauer Behördenfrauen. Madlen Neubauer organisiert diesen Anlass.

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Besser besetzt könnte die Gesprächsrunde am 10-Jahr-Jubiläum der Behördenfrauen-Tagung nicht sein. Mit Monika Knill, Carmen Haag und Cornelia Komposch nehmen sämtliche Thurgauer Regierungsrätinnen sowie die Vizepräsidentin des Grossen Rates, Heidi Grau, daran teil. Das Gespräch leiten wird Madlen Neubauer aus Erlen. «Ich kenne alle vier Frauen als Weggefährtinnen aus den Jahren meiner politischen Tätigkeit. Bereits nach der Tagung im letzten Fe- bruar haben sie alle ihr Kommen zugesichert», freut sich Madlen Neubauer. Als Gast ebenfalls erwartet wird die Thurgauer Ständerätin Brigitte Häberli.

Madlen Neubauer war bereits im Vorbereitungsteam, als die CVP-Frauen Thurgau den Anlass vor zehn Jahren initiiert hatten. Heute organisiert sie die Behördenfrauen-Tagung zusammen mit Marlise Bänziger und Karin König-Ess. «Es gab bereits früher eine Tagung für Gemeinderätinnen, welche die damalige Kantonsrätin Anita Fahrni organisierte. Der Anlass versandete nach ihrem Weggang dann aber», erinnert sich Madlen Neubauer.

«Nach der Gründung der CVP-Frauen Thurgau griffen wir die Idee wieder auf und erweiterten den Anlass auf alle Frauen, die in einer Exekutivbehörde tätig sind.» Weiterbildung, Persönlichkeitsbildung, Vernetzung und Austausch sind Ziele, denen an den jährlichen Tagungen mit Referaten und Workshops nachgegangen wird. Als Referentin ist heuer die Publizistin und Unternehmerin Esther Girsberger eingeladen. Sie spricht zum Thema «Frauen und die Medien».

Trio Artemis unterhält die Teilnehmerinnen

«Im Jubiläumsjahr weichen wir vom üblichen Programm ab und führen keine Workshops durch», erklärt Neubauer. «Mit der Gesprächsrunde und dem Konzert des Trios Artemis gönnen wir uns dafür etwas Spezielles.» Netzwerk und Austausch werden bei einem Apéro gepflegt. Wie bedeutsam dieser Teil der Tagung ist, weiss Neubauer aus Erfahrung. Es sei wichtig für Frauen, ein Netzwerk aufzubauen, sei es beim Wiedereinstieg in den Beruf oder mit der Aufnahme einer Behördenarbeit, sagt die ehe- malige Gemeinde- und Kantonsrätin. Deshalb sei eine Plattform nötig, wo Frauen Erfahrungen austauschen könnten.

Ihr habe die Behördentätigkeit immer Freude gemacht, sagt Madlen Neubauer. «Ich habe viel gelernt und Erfahrungen gemacht, die mich in meinen Ämtern und im Beruf, aber auch persönlich weitergebracht haben.» «Das Gefühl, etwas zu bewegen, verleiht Zufriedenheit, und die Wertschätzung, die man von anderen erhält, motiviert. Man lernt aber auch Konflikte auszutragen, mit Kritik umzugehen und diese nicht persönlich zu nehmen. Heute ist Madlen Neubauer nicht mehr im Vorstand der CVP-Frauen tätig und sie bekleidet auch kein öffentliches Amt mehr.

Hannelore Bruderer

bischofszell@thurgauerzeitung.ch