ERLEN: Ganze Gemeinde auf den Beinen

Die erste Auflage des Erlebnistages entpuppte sich als durchschlagender Erfolg. Hunderte Personen vergnügten sich auf den lehrreichen Parcours in den Dörfern.

Drucken
Teilen
Der Samariterverein Erlen lädt in Ennetaach zum Trainieren der Wiederbelebungstechniken ein. (Bild: Monika Wick)

Der Samariterverein Erlen lädt in Ennetaach zum Trainieren der Wiederbelebungstechniken ein. (Bild: Monika Wick)

Konzentriert kniete Larissa Krüse am Sonntagnachmittag vor dem Oberkörper einer Puppe, die zum Erlernen der Wiederbelebung dient. Mit den Armen drückte die Erlerin regelmässig auf den Brustkorb des Reanimationssets. Nach einiger Zeit gab sie das Pumpen auf und blies der Puppe Luft in den Mund.

«Die Herzdruckmassage war nicht schwer, das Beatmen dagegen schon. Ich würde mir jetzt aber zutrauen, bei einem Notfall zu helfen», erklärte die 13-Jährige. Die Wiederbelebungsübung wurde vom Samariterverein Erlen ermöglicht. Mit anderen Vereinen, Gesundheitsorganisationen und Gewerbetreibenden hatten die Samariter einen Parcours zum Thema «Gesundheit und Prävention» geschaffen. Er führte die Teilnehmer durch Erlen, Ennetaach, Riedt, Engishofen, Kümmertshausen und Buchackern. Während sich Familie Krüse mit dem Velo zum nächsten Posten begab, stellten Karin Fuchs, Martina Hollenstein und Hansjörg Steffen den Leuten weitere Aufgaben wie das richtige Bestücken einer Autoapotheke.

Hansjörg Steffen war positiv überrascht vom Besucheraufkommen. «Rund 150 Personen kamen bei uns vorbei», erklärte er. Ebenfalls begeistert zeigten sich Maja und Linus Eberle. Das Ehepaar hatte sämtliche Posten mit dem Fahrrad abgefahren. «Es war ein sehr lehrreicher Anlass, bei dem man gleichzeitig noch etwas für die Fitness machen konnte», schwärmten die beiden Erler. Ins gleiche Horn blies Gemeinderätin Nicole Fischer: «Die Kreativität der Vereine hat mich überrascht. Sie haben in liebevoller Art und Weise Posten geschaffen, die mich begeistert haben.»

Prävention soll auch Spass machen

«Hier wird einem nichts geboten. Hier muss man selber bieten», stellte Christian Lohr fest, der zum Abschluss auf dem Schulhausplatz Grussworte überbrachte. Der Kreuzlinger Nationalrat machte sich Gedanken über die teurer werdende Gesundheitsversorgung. Er rief den Teilnehmern die eigene Verantwortung für einen gesunden Lebensstil in Erinnerung. «Die beste Prävention ist die Bewegung, wobei die Verbindung zwischen Qualität und Spass wichtig ist.» Laut Lohr ist das der Gemeinde Erlen mit diesem Anlass gut gelungen.

Monika Wick

bischofszell@thurgauerzeitung.ch