ERLEN: Eine junge Eiche als Ersatz

In den Frühlingsferien schlägt für die Linde auf dem Schulareal die letzte Stunde. Da der Baum alt und krank ist, hat die Schulbehörde das Fällen angeordnet.

Hannelore Bruderer
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Die Linde beim Erler Unterstufenschulhaus. (Bild: Hannelore Bruderer)

Die Linde beim Erler Unterstufenschulhaus. (Bild: Hannelore Bruderer)

Über den südlichen Eingang zum Schulgelände wacht eine Linde. Um ihren Stamm herum sind grosse Steine angeordnet, die zusammen mit dem Baum das Pausenplatzareal beim Unterstufenschulhaus von der Einfahrt zur Hauptstrasse hin abgrenzen. Wie lange die Linde schon dort steht, weiss Schulpräsident Heinz Leuenberger nicht. «Der Baum ist alt und leider nicht mehr gesund. Einige Äste sind abgestorben. Der Förster hat uns geraten, ihn zu fällen», erklärt er. Die Linde wird vom Forstamt in den nächsten Ferien von oben her zurückgesägt, zur Entfernung des Wurzelstocks kommt die Stockfräse zum Einsatz. Danach wird das Loch mit frischer Erde aufgefüllt.

Auf einen Baum an dieser Stelle will die Schule aus Gründen der Sicherheit nicht verzichten. Entschieden hat man sich für eine junge Eiche. Ein Baum neben der Einfahrt stelle eine optische Barriere da, die von den spielenden Kindern auf dem Pausenplatz wie auch von ein- und ausfahrenden Fahrzeuglenkern wahrgenommen werde, ist der Schulpräsident überzeugt. «Hier ist immer viel los. Die Stelle ist daher nicht ganz ungefährlich.»

Ein Fahrverbot, das die Schulbehörde vor einigen Jahren in diesem Bereich erlassen hatte, wurde von den Stimmbürgern an der Gemeindeversammlung wieder rückgängig gemacht. Immer wieder steigen dort auch Kinder aus ihrem Elterntaxi aus. «Wenn immer möglich, sollten Kinder den Schulweg zu Fuss zurück- legen», findet Leuenberger. Denn auf dem Schulweg würden Kinder soziale Erfahrungen machen. Müssen Eltern ihre Kinder dennoch einmal mit dem Auto zur Schule bringen, sollten sie die Kinder auf dem Parkplatz bei der Aachtalhalle aussteigen lassen.

Hannelore Bruderer

bischofszell@thurgauerzeitung.ch