ERLEN: Der Verlust ist tiefer als erwartet

Die Rechnung 2017 der evangelischen Kirchgemeinde schliesst mit einem Minus. Dennoch heissen die Stimmbürger die Rechnung einstimmig gut.

Drucken
Teilen
Kirchenpräsident Fredy Wirth und der Kirchenvorstand begrüssen die 35 Anwesenden im Kirchgemeindehaus. (Bild: Hannelore Bruderer)

Kirchenpräsident Fredy Wirth und der Kirchenvorstand begrüssen die 35 Anwesenden im Kirchgemeindehaus. (Bild: Hannelore Bruderer)

Es waren 35 der 855 Stimmberechtigten der Evangelischen Kirchgemeinde Erlen, die sich am letzten Dienstag zur ordentlichen Kirchgemeindeversammlung im Kirchgemeindehaus einfanden. Nach einer Einstimmung durch Pfarrerin Sarah Glättli eröffnete Kirchenpräsident Fredy Wirth die Versammlung.

Nachdem die Stimmenzähler gewählt, das Protokoll der letzten Versammlung und der Jahresbericht des Präsidenten und diejenigen der Ressortverantwortlichen genehmigt worden waren, überliess der Kirchenpräsident Pfleger Beat Gadient das Wort zur Erläuterung der Rechnung 2017 und des Budgets 2018.

Fonds wird übertragen

Die Rechnung 2017 schliesst mit einem Verlust von 37 094 Franken. Dies ist eine Besserstellung gegenüber dem Budget von 28766 Franken. Ein Grund für die Besserstellung war der Baubeitrag von 15000 Franken aus dem Finanzausgleich der Landeskirche, der im Budget fehlte. Die Stimmbürger hiessen die Rechnung einstimmig gut.

Wie vorgesehen, investierte die Kirchgemeinde im letzten Jahr in die Erneuerung der Portale auf der Nord- und Südseite der Kirche. Zusätzliche Kosten ergaben sich aus ungeplanten Malerarbeiten und dem Ersatz elektrischer Beleuchtungskörper durch neue LED-Lampen.

Für das laufende Jahr rechnet die Kirchenvorsteherschaft bei einem Gesamtaufwand von rund 600000 Franken mit einem Rückschlag von 43930 Franken. Das Budget passierte die Abstimmung ebenfalls mit einem einstimmigen Ja. Im Namen der Vorsteherschaft beantragte der Kirchenpräsident den Fonds «Zehnten-Gaben» aufzulösen. Dieser Fonds ist nicht an einen bestimmten Zweck gebunden. Zudem sind die Mittel dafür hauptsächlich von einer Familie geflossen, die sich seit einiger Zeit entschlossen hat, stattdessen die Jugendarbeit der Kirchgemeinde zu unterstützen. Die Vorsteherschaft beantragte, die vorhandene Fondsstruktur zu straffen und deshalb den Fonds «Zehnten-Gaben» aufzulösen und dessen Mittel in den Fonds «Jugendarbeit» zu überweisen. Das Anliegen wurde von den Anwesenden gutgeheissen.

Vakanzen neu besetzt

Jeweils mit 34 Ja und einer Gegenstimme wählten die Kirchbürger Silvia Reis neu in die Vorsteherschaft und Pfarrerin Sarah Glättli als Abgeordnete der Kirchgemeinde in die Evangelische Synode. Silvia Reis folgt auf Monika Blum, die wegen Wegzugs von ihrem Amt zurückgetreten ist, Sarah Glättli ersetzt Heidi Leuenberger, die ihre Tätigkeit als Abgeordnete der Evangelischen Synode nach zwei Legislaturen beendet. Gegen Schluss informierte Behördenmitglied Edith Schmid über den Stand des Projekts «Gemeindeentwicklung». Mit Blumen wurden Christine Bürgisser für zehn Jahre Mitarbeit im Sekretariat und Heidi Leuenberger für ihre Tätigkeit als Abgeordnete der Evangelischen Synode geehrt.

Hannelore Bruderer

bischofszell@thurgauerzeitung.ch