Er wird in einem Atemzug mit Herbert von Karajan genannt

«Er war eine reine Flamme, die früh dahinbrannte und deren Widerschein unser Leben noch lange erhellen wird» – mit dieser vor Pathos triefenden Respektsbekundung schloss «Die Zeit» 1963 ihren Nachruf auf Ferenc Fricsay.

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«Er war eine reine Flamme, die früh dahinbrannte und deren Widerschein unser Leben noch lange erhellen wird» – mit dieser vor Pathos triefenden Respektsbekundung schloss «Die Zeit» 1963 ihren Nachruf auf Ferenc Fricsay. Der ungarische Dirigent und Komponist war mit nur 48 Jahren seinem Krebsleiden erlegen. Und hatte dennoch eine herausragende Karriere erlebt. Mit nur 14 Jahren begann der Sohn des ersten Militärkapellmeisters Ungarns seine Komponistenausbildung an der Budapester Hochschule, die er 1920 mit Diplom abschloss. «So bin ich in kurzen Hosen an der Hochschule erschienen», hielt er in seinen Erinnerungen fest. «Meine Kollegen waren alle über zwanzig, sogar um die dreissig, vierzig Jahre alt.» Nach dem Krieg verlief Fricsays Aufstieg steil: Auf das Engagement an der Budapester Staatsoper von 1945 bis 1948 folgte 1949 die Ernennung zum Generalmusikdirektor der Städtischen Oper Berlin. 1956 wurde Fricsay ins selbe Amt an der Bayerischen Staatsoper in München berufen. Er wurde mit zahlreichen Preisen geehrt und erhielt 1961 das grosse Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. (red.)

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