Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Er versucht es mit einem Lächeln

Mit dem «Sorriso» eröffnet Fabrizio Ribezzi diese Woche sein viertes Lokal in der Stadt. Im Gespräch verrät er, wie seine Hirngespinste Realität werden.
Annina Flaig
Die Kaffeemaschine ist das Herzstück seiner neuen Cafébar: Fabrizio Ribezzi im «Sorriso». (Bild: Annina Flaig)

Die Kaffeemaschine ist das Herzstück seiner neuen Cafébar: Fabrizio Ribezzi im «Sorriso». (Bild: Annina Flaig)

Die Idee kam, als er im Stau stand. Fabrizio Ribezzi blickt auf die Autos, die über den Boulevard rollen und sagt sich: «Die Kunden sind da. Man muss sie nur dazu bringen, anzuhalten.» Nun probiert er es mit einem Espresso und einem Lächeln. «Sorriso» heisst die neue Cafébar des gebürtigen Italieners, die in den Räumlichkeiten des ehemaligen «Sideways» am Boulevard seit Montag zum Verweilen einlädt.

Marilyn Monroe verschmilzt mit Papa Moll

Die Ausrichtung des «Sorriso» ist offensichtlich. Die schwere Kaffeemaschine steht im Zentrum. Der Rest der Cafébar ist im Shabby-Chic-Stil eingerichtet. Die Wände sind pastellfarben. Ribezzi hat sie zweimal übermalt, ehe er sich auf eine Farbe festlegen konnte. An einer Wand hängt fast sein ganzes Leben: Es ist ein Wandbild, das Wesentliches seit den 1950er-Jahren festhält und Papa Moll, ein Telefon mit Wählscheibe und die sinnlichen Lippen von Marilyn Monroe miteinander verschmelzen lässt. Im Raum stehen drei lange Tische. So dass die Gäste gezwungen sind, sich zueinander zu setzen. Das «Sorriso» ist bereits das vierte Restaurant, das der 53-Jährige in Kreuzlingen betreibt. Ribezzi führt nämlich seit 16 Jahren die Bar Blue, seit neun Jahren das Saison-Restaurant Alti Badi am See und seit kurzem die traditionsreiche Kreuzlinger Wirtschaft Bären. Dabei betont er, dass er Letztere zusammen mit Geschäftspartner Dario Ackermann, der den Betrieb hauptsächlich schmeisse, pachte. «Nicht dass die Leute denken, ich sei verrückt», sagt er augenzwinkernd, um gleich danach einen Satz anzufügen, der einen dazu verleiten könnte, genau das zu denken. «Das Wirtepatent habe ich vor 20 Jahren nur gemacht, weil ich damals beim Streichholz-Ziehen verloren hatte.» Der gelernte Hochbauzeichner ist ein Quereinsteiger und Sätze wie «Aus einem Hirngespinst kann eine Geschäftsidee werden» unterstreichen seinen Unternehmergeist.

Zum Essen stehen in der Cafébar Suppen, Pasta und Sushi auf der Karte – auch zum Mitnehmen. Ribezzi kombiniert dadurch die hausgemachte Pasta aus der «Alti Badi» mit der Haus-Sauce aus dem «Bären» – der ja quasi gegenüber liegt – und nutzt so geschickt die Synergien seiner Restaurants. Und vielleicht schafft er sich dadurch kleine Zeitinseln für neue gastronomische Hirngespinste.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.