Er spricht die Sprache der Raben

Der Magier Vincent Raven begibt sich unter dem Titel «Das Raben-Prinzip: Was wir von Raben lernen können» erstmals auf eine Livetour. Am Samstag, 18. April, findet ein Seminar im Wasserschloss Hagenwil statt.

Maya Mussilier
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Vincent Raven lädt zu einem Workshop auf Schloss Hagenwil ein. (Bild: pd)

Vincent Raven lädt zu einem Workshop auf Schloss Hagenwil ein. (Bild: pd)

Vincent Raven, Sie begeben sich erstmals auf eine Livetour. Was hat Sie zu diesem Schritt bewogen?

Vincent Raven: Mich haben viele Leute angesprochen, ob ich nicht einmal so etwas machen könnte.

Die Tour führt Sie von Bern über Zürich ins kleine Dorf Hagenwil. Wie kommt es, dass Sie sich als dritte Station gerade das Wasserschloss Hagenwil ausgesucht haben?

Raven: Ich war schon einmal als Gast hier und mir gefällt das Ambiente von Schloss und Umgebung.

In der Anmeldung steht, dass die Anzahl Plätze limitiert sei. Wie viele Besucher können am 18. April in Hagenwil teilnehmen?

Raven: Es können zwischen 15 und 25 Personen teilnehmen. Dies, weil wir für diesen Anlass einen privateren Rahmen haben möchten.

Was erwartet die Zuschauer an diesem Abend? Geht es um Mystik, Zauberei oder Magie?

Raven: Es ist keine Show, sondern ein Workshop oder anders gesagt ein Seminar. Ich werde etwas über die Mythologie erzählen und Wege aufzeigen, wie wir unseren sechsten Sinn schulen können. Wir werden auch Experimente machen.

Die Teilnahme am Abend ist ja nicht ganz preiswert. Für welche Art Besucher ist dieser Anlass gedacht?

Raven: Gedacht ist der Abend für Leute, die Antworten suchen. Der Preis ergibt sich unter anderem durch die Miete der Lokalität, meine Anwesenheit und die meines Raben. Ausserdem erhalten die Teilnehmer ein hochwertiges Pendel und eine Hypnose- CD, die ich speziell für diesen Anlass aufgenommen habe. Wichtig ist mir auch zu sagen, dass dieses Seminar nichts mit Glauben zu tun hat. Auch skeptische Leute können etwas für sich mitnehmen. Es kann durchaus sein, dass sie einen Aha-Effekt haben, das vielleicht sogar erst länger nach dem Anlass, wenn sie etwas Spezielles erleben.

Sie treten mit Ihrem Kolkrabenweibchen Corax vors Publikum. Ist es für Corax nicht stressig zu reisen und an immer fremden Orten präsent zu sein?

Raven: Nein. Die Fahrten sind nicht so lange und sie ist es sich gewöhnt. Sie schaut während der Fahrt auch gerne aus dem Fenster. Dazu kommt, dass die Lokalitäten nicht überdimensional sind und Corax wird nicht die ganze Zeit im Raum sein. Aber sie steht auch ganz gerne im Mittelpunkt.

Wie und wann haben Sie persönlich den Zugang zu den Raben gefunden?

Raven: Das passierte in meiner frühen Kindheit. Ich habe oft die Krähe Sämi getroffen und mich mit ihr unterhalten. Heute vermute ich, dass sie in menschlicher Obhut aufgewachsen ist und deshalb so zutraulich war. Ich habe damals festgestellt, dass Krähen sehr intelligente Tiere sind. Ausserdem brachte mein Vater oft verletzte Tiere – auch Krähen – nach Hause und pflegte sie. So habe ich schon immer einen guten Zugang zu Tieren gehabt.

Was hat sich in Ihrem Leben dadurch verändert?

Raven: Durch den Kontakt mit den Tieren und der Natur habe ich etwas bewahrt, das viele Menschen verlieren: das kindliche Schauen, Hören und Spüren. Ich habe mich durch die Kontakte zu den Tieren immer wieder selbst geschult.

Wie können andere Menschen den Zugang zum Thema «Leben und Tod» finden?

Raven: Dadurch, dass sie mir zuhören. Jeder Mensch ist etwas Natürliches. Dazu gehört das Leben, aber auch der Tod, als ständiger Begleiter. Das möchte ich den Menschen näherbringen. Es ist alles eins: Tier, Mensch, Natur.

Sind Ihrer Ansicht nach Raben für alle Menschen ein «Schlüsseltier»?

Raven: Für mich persönlich sind sie meine Geistführer. Es gibt ganze Kulturen, bei denen Raben als Reisende zwischen den Welten gelten und damit eine Schlüsselfunktion innehaben.

Wo und wie sollen Menschen suchen, die einen anderen Zugang brauchen?

Raven: Zum Beispiel in der Natur, wenn sie aufhören zu viel zu denken.

Sie sind ja auch schon in Fernsehshows aufgetreten. Stehen Sie gerne im Rampenlicht?

Raven: Nein, gar nicht.

Warum wollen Sie Ihre Erlebnisse mit den Raben und Ihren Zugang zu diesen Tieren mit der Öffentlichkeit teilen?

Raven: Ich will etwas weitergeben. Die Leute sollen erkennen, dass Raben und Krähen sehr kluge Geschöpfe sind.

Nun gibt es ja nicht nur Menschen, die von Ihrer Gabe überzeugt sind. Was setzen Sie den Zweiflern und Kritikern entgegen?

Raven: Jeder weiss selber, dass es unerklärliche Dinge gibt. Sogar die Wissenschaft gibt heute zu, dass es nach dem Tod etwas gibt, das den Körper verlässt. In unseren westlichen Kulturen werden diese Themen nur schwer anerkannt. Es gibt aber auch ganz andere Kulturen, bei denen Leben, Tod und Übersinnliches ganz normal dazugehören. Man denke nur einmal an Island, wo es sogar Stadtpläne gibt, die Orte anzeigen, wo sich mutmassliche Quartiere von Kobolden und Feen befinden.

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