Engagement ist Ehrensache

Am letzten Tag im August starb Walter Bärtschi völlig unerwartet an einem Herzinfarkt. Er war mit einem seiner vier Söhne auf dem See zum Fischen, und sie hatten eben einen gewaltigen Hecht aus dem Wasser gezogen, als sein Herz aufhörte zu schlagen.

Dorena Raggenbass
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Walter Bärtschi 1948–2014 (Bild: Urs Oskar Keller)

Walter Bärtschi 1948–2014 (Bild: Urs Oskar Keller)

Am letzten Tag im August starb Walter Bärtschi völlig unerwartet an einem Herzinfarkt. Er war mit einem seiner vier Söhne auf dem See zum Fischen, und sie hatten eben einen gewaltigen Hecht aus dem Wasser gezogen, als sein Herz aufhörte zu schlagen. Wir nehmen Abschied von einer starken, ideenreichen und aktiven Kreuzlinger Persönlichkeit. Als Mensch und Sportförderer unvergleichlich und mit einem untrüglichen Instinkt, sportliche Jungtalente zu entdecken oder verrückte Ideen umzusetzen.

Von 1989 bis 2003 war Walter Bärtschi im Gemeinderat in Kreuzlingen in der Fraktion Freie Liste. Im Amtsjahr 1996/1997 präsidierte er den Gemeinderat. Für Gesellschaft, Sport und Kultur setzte er sich ein Leben lang mit viel Engagement, Ideen und Herzblut ein. Querdenken und Projekte mit Überzeugung umzusetzen war stets sein Ziel. Er sah sich auch als Ideengeber, verstand es, Menschen miteinander gewinnbringend zu vernetzen. Das erste Sportanlagenkonzept aus dem Jahre 1999 wurde aufgrund einer von Walter Bärtschi eingereichten Motion verfasst. Als die Sportschule einen Standort im Thurgau suchte, setzte sich Walter Bärtschi vehement und mit Erfolg für Kreuzlingen ein.

Schwimmer und Handballer

Bekannt wurde er schon in jungen Jahren als Schwimmer und dann als Handballtrainer. Er baute den Handballclub in den 80er-Jahren mit auf. Walter Bärtschi war Gründer und Trainer der ersten Kreuzlinger Damen-Handballmannschaft; er rief die Schüler-Handballturniere zur Talententdeckung ins Leben. Er wurde bereits 1991 zum Kreuzlinger Sportförderer gewählt und geehrt. All die vielen Jahre setzte er sich immer für die Jugend und deren sportliche Aktivitäten ein. Im Sportfischerverein war er über Jahre im Vorstand und als Fischer aktiv.

Immer ein Seebub

Als Seebub liebte er den See auf und im Wasser. In den vergangenen Jahren war er auch als freiwilliger Helfer im Seemuseum tätig. Sich für die Gesellschaft und vor allem für die sportlichen Bereiche der Jugend einzubringen und trotzdem auch Zeit für seine Söhne und seine Familie zu haben, erfüllte sein Leben und wurde so zu seinem Lebenswerk. Die vielen Momente der Begegnung an einer seiner Wirkungsstätten werden uns immer in guter Erinnerung bleiben. Seiner Familie entbieten wir unser tiefes Mitgefühl und wünschen ihr viel Kraft.

Im Namen des Stadtrates:

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