Energiestadt Weinfelden legt zu

Zum zweitenmal konnte die Gemeinde das Label Energiestadt entgegennehmen. Sie schneidet bei der Beurteilung wesentlich besser ab als vor vier Jahren. Wichtiges Ziel ist die Sensibilisierung der Bevölkerung.

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Übergabe des Zertifikats: Kurt Egger (Leiter Energiestadt), Gemeindeammann Max Vögeli und Andrea Paoli, Leiter Energie beim Kanton. (Bild: pd)

Übergabe des Zertifikats: Kurt Egger (Leiter Energiestadt), Gemeindeammann Max Vögeli und Andrea Paoli, Leiter Energie beim Kanton. (Bild: pd)

WEINFELDEN. Seit 2008 engagiert sich die Gemeinde Weinfelden im Programm Energiestadt. Sie setzt dabei auf eine nachhaltige Entwicklungsplanung, auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien und fördert zudem eine umweltverträgliche Mobilität und energiesparendes Bauen. Dafür wurde Weinfelden jetzt zum zweiten Mal das Label Energiestadt verliehen.

Ein Leistungsausweis

Das Label unterliegt strengen Qualitätskriterien und ist ein Leistungsausweis für eine ergebnisorientierte Energiepolitik. «Die Energiestadt Weinfelden zeigt, dass sie Verantwortung für die künftigen Generationen übernimmt. Sie gestaltet auf kommunaler Ebene eine nachhaltige Energiezukunft mit und schützt so Umwelt und Klima», sagt Kurt Egger, Leiter des Programms Energiestadt. Um das Label zu erlangen, müssen mindestens 50 Prozent der von Energiestadt definierten Massnahmen geplant oder umgesetzt sein. Weinfelden hat dieses Ziel mit 63 Prozent gut erreicht und sich gegenüber der Erstzertifizierung im Jahre 2008 um 10 Prozentpunkte gesteigert – dies trotz neuem, erweitertem Massnahmenkatalog 2012.

Im Vergleich mit anderen Energiestädten rangiert Weinfelden im ersten Drittel. Insgesamt werden sechs Bereiche bewertet: Entwicklung/Raumordnung, kommunale Gebäude und Anlagen, Mobilität, Versorgung/Entsorgung, interne Organisation, Kommunikation/Kooperation.

Kostenlose Energieberatung

Folgende Punkte sind besonders zu erwähnen: Die Bewohner von Weinfelden und von acht Nachbargemeinden können von der kostenlosen Energieberatung profitieren. Seit kurzem bieten auch die Technische Betriebe Weinfelden AG für ihre Kunden eine Energieberatung an. Die Gemeinde deckt ihren eigenen Bedarf an elektrischer Energie vollumfänglich aus erneuerbaren Quellen, vornehmlich aus der Region. Dazu gehören Solarstrom, Strom aus Wasserkraft und aus der KVA. In Weinfelden werden wesentliche Potenziale im Bereich Wärme aus erneuerbaren Energiequellen genutzt. Nebst der KVA-Abwärme gilt dies auch für Wärmeverbunde (Holzenergie), für Wärmepumpen sowie für die Nutzung von Abwärme aus gereinigtem Abwasser.

In den nächsten vier Jahren strebt die Gemeinde weitere Verbesserungen an und will weiterhin nachhaltig agieren. Laut Thomas Bornhauser, Gemeinderat und Präsident der Energiekommission, ist dabei die Sensibilisierung der Bevölkerung ein wichtiges Thema. Deshalb wird die Energiestadt Weinfelden auch an der Wega 2012 präsent sein. (red.)

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