Energiestadt ist gefordert

Leuchtturm

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Mit einer komfortablen Mehrheit hat die Schweizer Stimmbevölkerung der neuen Energiestrategie des Bundes zugestimmt. Auch die Stimmberechtigten der «Energiestadt» Romanshorn (genauer gesagt das Drittel, das abstimmte) haben mit demselben Verhältnis an Stimmen Ja gesagt zu einer Entwicklung weg von Atomstrom und fossilen Energieträgern zu mehr einheimischer, erneuerbarer Energie.

Unsere Konsumgesellschaft steht nun vor grossen Herausforderungen. Zwar hat sich bei der Energieeffizienz von Geräten in den letzten Jahren viel getan, auch bei der energetischen Gebäudesanierung oder der Nutzung von Solarenergie. Aber es bedarf noch intensiver Anstrengungen, um weitere Einsparungen tätigen zu können und nachhaltige Energie, wahrscheinlich aus eher dezentralen Quellen, auf durchdachte Weise zu erschliessen, zu speichern und zu verteilen. Nun ja, «wer wagt, gewinnt», heisst das Sprichwort – auf menschlicher Ebene sind Herausforderungen auch eine Art Energiequelle, weil sie uns zwingen, neue Wege zu gehen.

Etwas quer in der Landschaft scheint mir daher die vor kurzem verkündete Absicht des Romanshorner Stadtrates, das Förderprogramm für Alternativenergien einzustellen. Es sind zwar erst Pläne, um das Haushaltsbudget wieder ins Lot zu bringen, und ich kenne die Einzelheiten des Programms nicht. Aber ich hoffe, dass der Stadtrat neben all den Bau- und Strassenprojekten nicht vergisst, in Menschen und zukunftsgerichtete Entwicklungen zu investieren.

Mark Kilchmann-Kok

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