Energielecks auf der Spur

Rund 20 Schülerinnen und Schüler waren eine knappe Woche Energiedetektive und auf der Suche nach Energielecks im Romanshorner Schulhaus Reckholdern. Vorschläge zum Energiesparen haben sie zuhauf gefunden.

Alois Degenhardt
Drucken
Teilen
Energiedetektive in Romanshorn: Auch im Lampenlicht setzte sich das Solarmobil in Bewegung. (Bild: Alois Degenhardt)

Energiedetektive in Romanshorn: Auch im Lampenlicht setzte sich das Solarmobil in Bewegung. (Bild: Alois Degenhardt)

Romanshorn. «Wenn alle Sparvorschläge der eifrigen Energiedetektive umgesetzt werden könnten, wären wir der 2000-Watt-Gesellschaft schon einigen riesigen Schritt näher», war aus dem Publikum zu hören, das sich zum Abschluss der Projektwoche «Schoolhouse Company» im Sekundarschulhaus Reckholdern eingefunden hatte.

Die Mitglieder der einzelnen Arbeitsgruppen waren unter fachlicher Anleitung im Schulhaus unterwegs, um einerseits Energielecks aufzuspüren, andererseits durch einfache Massnahmen den Energieverbrauch im Schulhaus zu senken.

Sparpotenzial vorhanden

Vor allem waren es die «Energiewarte», die schnell entdeckten, wie der Stromverbrauch von Computern, Druckern, Kopierern gesenkt werden kann. Stromleisten lautet das Zauberwort. Statt stand-by-Betrieb mit gesenkten Verbrauchswerten sollen Stromleisten den Energieverbrauch in den Abend- und Nachtstunden auf Null senken. Das würde bei der Anzahl der Geräte über grössere Zeiträume erstaunliche Einsparungen bringen.

Riesiges Einsparpotenzial machten die «Strominspektoren» im Beleuchtungssektor aus. Da sind es die oft diskutierten LED-Lampen, die trotz höherer Beschaffungskosten durch ihre längere Lebensdauer schnell zu Einsparungen führen würden und vor allem den Stromverbrauch drastisch senken könnten.

Sonnenenergie in der Praxis

Heizung und Raumtemperaturen, vernünftige Belüftung oder Raumisolation waren ebenfalls Themen, die in dieser Woche interessierten.

Auch auf diesem Gebiet dürften demnächst Vorschläge auf dem Tisch liegen, über deren Realisierung Lehrer und Behörde zu entscheiden haben.

Spannend, so berichteten die drei Mitglieder der Arbeitsgruppe, sei der Bau eines kleinen Solarmobils gewesen. Gefragt waren vor allem handwerkliche Fähigkeiten wie Bohren, Fräsen und Sägen. Denn die Mini-Solarpaneele als wichtigste Komponenten standen im Bausatz zur Verfügung. Mit einem zweiten Exemplar wollen Livio, Kai und Carmela demnächst an einem Wettbewerb teilnehmen.

Interesse gewachsen

Fest steht bis jetzt, dass eine der vorgeschlagenen Energiesparmassnahmen im Schulhaus umgesetzt werden wird. Lehrerschaft und beteiligte Energiefachleute stellten fest, dass die Jugendlichen durch den erlebnisorientierten Aufbau der Projektwoche sensibilisiert werden konnten.

«Die Schulbehörde wird mindestens eine der erarbeiteten Massnahmen auswählen und im Schulhaus umsetzen», versprach der Schulleiter Markus Villiger in der Abschlussveranstaltung der Projektwoche.

Dass ein Teil des «Gewinns», der durch Sparmassnahmen oder Innovationen entstehen wird, in die Klassenkasse fliessen soll, haben die Schüler aber nicht vergessen.

Aktuelle Nachrichten