Endlich Sommerferien

Randnotiz

Daniela Angehrn
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Kürzlich erst bekam ich ein Gespräch von zwei über 90-Jährigen Hagenwilern mit, wie sie über die Sommerferien in ihrer Kindheit sprachen. Es sei streng gewesen. Man musste früh aus den Federn und auf dem elterlichen Bauernbetrieb helfen. Zu tun gab es immer. Und wenn man keine Bauerntochter oder kein Bauernsohn war, half man den Nachbarn und bekam dafür einen Korb Gemüse für die ganze Familie. Ab und zu durften sie aber auch an den See, um zu baden, oder die ganze Familie unternahm gemeinsam einen Ausflug.

Meine Neugier war geweckt. So fragte ich zwei Hagenwiler Schülerinnen, was sie heuer in den Sommerferien machen werden. Natürlich steht das Treffen von Freunden bei beiden ganz oben auf der Liste. Doch ich staunte nicht schlecht, als mir meine 14-jährige Nachbarin erzählte, sie gehe ihrem Gotti auf dem Bauernhof helfen.

Hat sich doch nicht so viel verändert? Bei einer Frage, die ich den älteren Herren und den jungen Mädchen gestellt hatte, waren sich jedenfalls alle vier ohne Zögern einig: Ja, sie hätten sich immer auf die Sommerferien gefreut.

Daniela Angehrn