Ende Jahr wird abgerechnet

Die Sponsorensuche für den Neubau des Napoleonturms im Hohenrain ist gut angelaufen. Der Förderverein hat 326 000 von 875 000 Franken auf sicher. Bis Ende Dezember will man den Rest beisammen haben.

Nicole D'orazio
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Vom geplanten Holzturm aus würden die Besucher eine tolle Aussicht geniessen, auch auf den Säntis. (Bild: Visualisierung: pd)

Vom geplanten Holzturm aus würden die Besucher eine tolle Aussicht geniessen, auch auf den Säntis. (Bild: Visualisierung: pd)

TÄGERWILEN. Karl Möckli und Markus Thalmann sind optimistisch, dass sie dereinst auf dem neuen Napoleonturm im Hohenrain – oberhalb von Wäldi – die Aussicht geniessen werden. Möckli ist Präsident, Thalmann Vizepräsident des Fördervereins für den Wiederaufbau des Napoleonturms Belvedere. Im letzten Jahr hat sich die Generalversammlung des Vereins für den Neubau eines modernen Turms entschieden. Die Holz-Metall-Konstruktion soll rund 875 000 Franken kosten. Die Baubewilligung liegt vor. Doch angefangen wird erst, wenn die Finanzierung gesichert ist.

«Uns wurden bis heute 326 000 Franken an Spenden und Beiträgen zugesichert», sagt Möckli. «Das ist ein sehr schöner Zwischenstand seit Juli, als wir die Unterlagen verschickt haben.» Man sei jedoch noch ein weites Stück vom Soll entfernt.

Fast alle Gemeinden zahlen

Markus Thalmann, Gemeindepräsident von Tägerwilen, hat bei seinen Amtskollegen um Unterstützung gebeten. Er hat die Verantwortlichen der direkt angrenzenden Gemeinden von Wäldi sowie jene, die wiederum an diese angrenzen, angesprochen. «Das waren 19 Gemeinden. Von 17 wurden uns Beiträge zugesprochen, welche mit den entsprechenden Budgets abgesegnet werden.» Insgesamt sei eine Summe von 131 600 Franken zusammengekommen. Das sei toll.

Der Förderverein hat sich für die Finanzierung weiteres einfallen lassen. Die 200 Treppenstufen im Turm werden für je 1000 Franken verkauft. Der Sponsor wird dann auf seiner Stufe verewigt. «Bisher wurden 67 gesponsert», sagt Möckli. «Es wäre toll, wenn wir für alle einen Sponsor fänden.» Es gebe auch schon Anfragen von Personen, die eine Stufe verschenken wollen. Beispielsweise an die Enkel. «Auf Weihnachten hin werden wir diese Idee noch etwas populärer machen», meint Möckli. Zudem wird ein sogenannten Hunderter-Club gegründet. Dessen höchstens hundert Mitglieder geniessen einige Privilegien und spenden maximal 5000 Franken. «Je nachdem, wie gross das Loch ist», sagt Thalmann. Für den Club habe man bisher 20 Zusagen. Er hoffe auf weitere 60.

Hoffen auf den Lotteriefonds

Vom Lotteriefonds des Kantons Thurgau erhoffen sich Möckli und Thalmann ebenfalls einen namhaften Betrag. «Wir haben dafür ein didaktisches Konzept, an das der Fonds etwas bezahlen würde, erstellt. Im ganzen Turm würden dafür Tafeln mit wichtigen Ereignissen der Geschichte des Turms sowie der ganzen Region angebracht werden», erklärt der Präsident. Wissenswertes über die Tierwelt und die Natur gehörten natürlich auch dazu. Das Konzept sei für Klassen sehr interessant.

Hauptsponsor an der Angel

Der Verein ist derzeit im Gespräch mit einem möglichen Hauptsponsor, von dem er sich mindestens 100 000 Franken erhofft. «Wenn wir diesen sowie eine Zusicherung des Lotteriefonds haben, sind wir der Finanzierung ein grosses Stück näher», sagt Thalmann. «Ansonsten wird es sehr schwierig.»

Bis Ende Jahr werden die Vorstandsmitglieder und die Sponsorenkommission nochmals intensiv mögliche Sponsoren ansprechen. «Ziel ist, bis Ende Jahr das Geld beisammen zu haben.» Sollte man dann meilenweit davon entfernt sein, müsse man aber realistischerweise die ganze Sache abbrechen. «Das wäre schade und wir wollen nicht daran denken», sagt Möckli.

Vizepräsident Markus Thalmann und Präsident Karl Möckli präsentieren die Unterlagen zum Napoleonturm. (Bild: Nicole D'Orazio)

Vizepräsident Markus Thalmann und Präsident Karl Möckli präsentieren die Unterlagen zum Napoleonturm. (Bild: Nicole D'Orazio)